Versuch über Hacking als soziale Form


Die Rede vom „Hacking“ und ih­rem Prot­ago­nis­ten, dem Ha­cker, fei­ert seit ei­ni­ger Zeit ein be­mer­kens­wer­tes Come­back. Das ist si­cher kein Zu­fall, wenn man mit Dirk Ba­ecker in Rech­nung stellt, dass sich der Ha­cker an­schickt, den In­tel­lek­tu­el­len der mo­der­nen Buch­druck­ge­sell­schaft in ei­ner Weise zu be­er­ben, wie je­ner einst den Pries­ter an­ti­ker Hoch­kul­tu­ren be­erbte. Grund ge­nug, ge­nauer hinzuschauen.

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Baecker: „Ein Ausblick auf die [nächste] Gesellschaft“

Un­ter dem Ti­tel „Ob­ser­ving Net­works. Ein Aus­blick auf die [nächste] Ge­sell­schaft“ er­wei­tert Dirk Ba­ecker im Rah­men sei­ner Keynote auf der dies­jäh­ri­gen X-Mess die Ba­sis sei­ner Ana­lyse der Com­pu­ter­ge­sell­schaft. Das ge­schieht zu­nächst ganz im Geiste Mar­shall McLu­hans, wenn Ba­ecker den Com­pu­ter und das In­ter­net als For­men der Zäh­mung oder des be­wäl­ti­gen­den Um­gangs je­ner Tur­bu­len­zen be­schreibt, mit de­nen die Ge­sell­schaft in Folge der Ein­füh­rung der Elek­tri­zi­tät vor 150 Jah­ren kon­fron­tiert war (und nach wie vor ist).

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Zukunftsfähige Zukünfte

Im An­schluss an vor­läu­fige Fa­zite und of­fene Fra­gen des Köl­ner „What’s next“-Symposiums und an die Dis­kus­sion mei­ner Re­plik auf Mi­chael See­manns Telepolis-Artikel soll im Fol­gen­den die von Ni­klas Luh­mann ein­ge­führte Un­ter­schei­dung von ge­gen­wär­ti­ger Zu­kunft und zu­künf­ti­ger Ge­gen­wart auf­ge­grif­fen wer­den. Eine Un­ter­schei­dung, die für ad­äquate Ana­ly­sen von Kri­sen und Zu­künf­ten un­ver­zicht­bar ist und in mei­nem Köl­ner Vor­trag am Rande, im an­schlie­ßen­den Work­shop aber an zen­tra­ler Stelle auf­tauchte – aber lei­der nicht ver­tieft wer­den konnte. Kon­kre­ter An­lass, diese Spur hier noch ein­mal auf­zu­neh­men, ist die Lek­türe der so­eben er­schie­ne­nen neu(nt)en Aus­gabe der Re­vue für post­he­roi­sches Ma­nage­ment. Sie trägt pas­sen­der­weise den Ti­tel „Zu­kunfts­fä­hig­keit“. Ein Postscriptum.

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Contre mspro

On­line pu­bli­zierte The­sen zur nächs­ten Ge­sell­schaft ha­ben Kon­junk­tur und Mi­chael Seemann/@mspro nutzt die Ge­le­gen­heit, seine prio­ri­tä­ren The­men Kon­troll­ver­lust, „Que­ryo­logy“ und Post­pri­vacy in Form ei­nes the­sen­haf­ten Pa­pers für Te­le­po­lis zu ver­sam­meln. Re­sul­tat ist ein (proto-)typisches Do­ku­ment der Krise. Eine Replik.

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The good news is, it’s going to get worse…“

Am 26. Sep­tem­ber 2011 sprach der Au­tor und TV-Produzent Da­vid Si­mon im Rah­men der Frank Por­ter Gra­ham Lec­tures vor Stu­die­ren­den der Uni­ver­sity of North Ca­ro­lina. Si­mon skiz­ziert in sei­nem Vor­trag „The End of the Ame­ri­can Em­pire and What’s in It For You“ Zusammenhänge, die maß­geb­lich zu ei­nem als Kri­sen­phä­no­men be­ob­ach­te­ten Ord­nungs­ver­lust in den USA beige­tra­gen ha­ben und bis heute tun.

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Online-Zeitschrift Kunst Medien Bildung

An­fang des Mo­nats ging auf zkmb.de ein neues, in­ter­dis­zi­pli­näre e-Journal on­line, die „Zeit­schrift für Kunst Me­dien Bil­dung“. Seit ges­tern fin­det sich auf der Home­page der zkmb auch eine ak­tua­li­sierte Ver­sion mei­nes zu­vor hier im Blog pu­bli­zier­ten Ar­ti­kels „Eine neue Kunst für eine neue Ge­sell­schaft“ – jetzt also ganz of­fi­zi­ell zitierfähig.

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Person und Dokument

Per­so­nen sind in Ni­klas Luh­manns sys­tem­theo­re­ti­scher Dik­tion keine psy­chi­schen oder so­zia­len Sys­teme, kön­nen aber als Me­dium ih­rer struk­tu­rel­len Kopp­lung die­nen. Als po­ten­ti­elle Adres­sen und Zu­rech­nungs­stel­len von Kom­mu­ni­ka­tio­nen struk­tu­rie­ren sie die Au­to­po­ie­sis so­ziale Sys­teme. Un­ter Be­din­gun­gen funk­tio­na­ler Dif­fe­ren­zie­rung ste­hen Per­so­nen folg­lich dem Zu­griff al­ler Teil­sys­teme der Ge­sell­schaft zur Ver­fü­gung. Wenn in die­sem Ar­ti­kel ein ers­ter Ver­gleich von Klaus Ku­s­a­now­skys Do­ku­ment­form mit der systemtheoretisch-traditionellen Form der Per­son um­ris­sen wird, tre­ten über­ra­schende Par­al­le­len zu Tage.

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Die Erziehung der nächsten Gesellschaft bleibt ratlos“


Wäh­rend im Netz-Feuilleton noch der Jar­gon der hier kürz­licht dis­ku­tier­ten 15 The­sen Dirk Ba­eckers Ge­gen­stand wort­ge­wal­ti­ger Kri­tik ist, die Form der Kri­tik ih­rer­seits Kri­tik er­fährt und das wie­derum eine ganze Kas­kade kon­tro­ver­ser Kom­men­tare und Be­ob­ach­tun­gen nach sich zieht, legt Ba­ecker eine wei­tere These nach – und er­höht da­mit auf ins­ge­samt sech­zehn. In­ter­es­san­ter­weise be­zieht sich die nach­ge­reichte These auf Erziehung.

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Der Weise hängt an keiner Idee“

Ein Video-Fundstück. Glei­cher­ma­ßen pas­send als Ape­ri­tif oder An­schluss zum vor­an­ge­gan­ge­nen Ar­ti­kel, der un­ter In­kauf­nahme ei­nes Um­wegs über China die siebte der fünf­zehn The­sen Dirk Ba­eckers zur Com­pu­ter­ge­sell­schaft nä­her be­leuch­tet. Im vor­lie­gen­den In­ter­view mit Alex­an­der Kluge re­fe­riert Ba­ecker im Rah­men der dctp.tv-Themenschleife „Nach­rich­ten vom Rie­sen China“ zen­trale Be­griffe der Ar­beit des fran­zö­si­schen Si­no­lo­gen und Phi­lo­so­phen François Jullien.

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Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Ge­dan­ken zur Kunst der nächs­ten Ge­sell­schaft. Im An­schluss an die jüngst on­line pu­bli­zier­ten The­sen Dirk Ba­eckers, eine daran an­schlie­ßende Be­mer­kung von Arne zur Funk­tion von Mu­sik in der Ro­man­tik so­wie un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Tat­sa­che, dass die siebte der fünf­zehn The­sen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Pu­bli­ka­tion eine nicht un­er­heb­li­che Übe­r­ar­bei­tung er­fah­ren hat. Zu­gleich: Die Spur ei­nes Ge­dan­ken­spiels (un­ter In­kauf­nahme ei­nes Um­wegs über China). Und nicht zu­letzt: die grobe Skizze ei­ner not­wen­di­gen Übersetzung.

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