4 Kommentare

  1. Muss man sich nun Gedanken machen, wenn man solche systemtheoretischen Witze lustig findet? Das Luhmann-Lexikon von Detlef Krause enthält auch zahlreiche solcher selbstreferenzieller Querverweise. Leider hatte ich bei der Lektüre immer das Gefühl, dass das gar kein systemtheoretischer Humor sein soll, sondern nur von schlechtem Lektorat zeugt …

  2. @ Dennis: Nein, man muss sich m.E. keine Gedanken machen. Luhmann selbst scheint mir ein sehr feinsinniger Humorist gewesen zu sein, zumindest hatte ich an vielen Fußnoten sehr viel Freude. Hans-Martin Kruckis („Abgründe des Komischen. Schlaglichter auf Luhmanns Humor“ in: Theodor Bardmann, Dirk Baecker (Hg.): „Gibt es eigentlich den Berliner Zoo noch?“, Erinnerungen an Niklas Luhmann, Konstanz 1999) bescheinigt dem Meister „die ganze Bandbreite humoristischer Kommunikationsformen, von der gebildetes Publikum voraussetzenden Verballhornung von Klassikerzitaten bis hin zur gnadenlosen Niveaulosigkeit im flauen Kalauer, dessen Witz darin besteht, daß man ihn zum besten gibt, gerade weil er so schlecht ist.“ (S. 48) – und hey, anschaulicher läßt sich Selbstreferenz (zumindest im Hypertext) kaum veranschaulichen.

    Oder mit Luhmann: „Der Gag heiligt die Mittel.“

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