Wirt-schaft, Plural: Wirt-schaf-ten.

Im Ge­gen­satz zum Wirt­schafts­sys­tem leis­tet sich das Er­zie­hungs­sys­tem kaum En­tro­pie.  Dies kann an­hand der top down/bottom up–Un­ter­schei­dung sym­bo­li­siert werden.

Im Wirt­schafts­sys­tem ga­ran­tie­ren ba­sale Er­eig­nisse eine hin­rei­chende In­sta­bi­li­tät zur Re­pro­duk­tion: Geld, als sym­bo­lisch ge­ne­ra­li­sier­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dium, er­mög­licht diese Zah­lungs­er­eig­nisse; sie bil­den den Code des Wirt­schafts­sys­tems ent­lang der Dif­fe­renz von Zah­lung und Nicht­zah­lung.  So­mit re­pro­du­ziert sich das Sys­tem quasi „von un­ten“ und ist in ho­hem Maße dy­na­misch: „Märkte er­lau­ben eine so­ziale Ord­nungs­bil­dung ohne In­ter­ak­tion und mit ho­hem Re­ak­ti­ons­tempo. Das Sys­tem rea­giert nicht auf Struk­tur­vor­ga­ben, son­dern auf Er­eig­nisse und de­ren An­ti­zi­pa­tion.“ ((BRÜSEMEISTER, Tho­mas: Das Er­zie­hungs­sys­tem zwi­schen Code und re­gio­na­ler Dif­fe­ren­zie­rung. Ver­glei­che mit dem Wirt­schafts­sys­tem, in: EHRENSPECK, Yvonne, LENZEN, Die­ter (Hg.): Be­ob­ach­tun­gen des Er­zie­hungs­sys­tems. Sys­tem­theo­re­ti­sche Per­spek­ti­ven, 2006, S. 198.))

Das Er­zie­hungs­sys­tem, ins­be­son­dere das Sub­sys­tem Schule, traut die­sem en­tro­pi­schen bot­tom up–Ver­fah­ren nicht. Es rich­tet sich nach der „Go­ver­nance­form“ Hier­achie ((Ebd.)), ei­ner top down–Re­gu­lie­rung von Seite des Staa­tes. Nicht der Schü­ler be­stimmt, was er ler­nen will; nicht ein­mal der Leh­rer, son­dern Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­ren­zen. Man muss nicht neo­li­be­ra­ler Markt­fun­da­men­ta­list sein, um so­was be­den­kens­wert zu finden.


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