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„Nach wie vor können Wetten darauf abgeschlossen werden…“ oder: Irritation als Kommunikation.

Fahrstuhl (Alan Kay)

[Edit:] Ich habe heute Nachmittag die Fotografien, die ich für ↳ePUSH gemacht habe, bei flickr hochgeladen, habe sie hier aber bis auf dieses eine Plakat wieder herausgenommen. Die gesammelten Werke findet der interessierte Beobachter in meinem ↳flickr-Fotostream.

[Edit2:] Anbei noch ein kurzer Text, den ich für das Vorlesungsverzeichnis der ↳Forschungs- und Le[ ]rstelle Kunst schrieb:

„Nach wie vor können Wetten darauf abgeschlossen werden…“ oder: Irritation als Kommunikation.

„Die Einsatzmöglichkeiten aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien in Studium und Lehre an der Fakultät durch Bündelung und Kommunikation ins Bewusstsein der Lehrenden und Lernenden zu rufen und dadurch einen selbstverständlichen Umgang mit diesen Technologien zu befördern“, so lässt sich das Ziel des Hochschulentwicklungsprojekts ePUSH prägnant zusammenfassen.¹ Die Realisierung dieses Ziels wird dabei auf vielfältige Weise verfolgt – zunehmend gekennzeichnet durch ein Hinwegsetzen über die irreführende und nicht mehr zeitgemäße Grenze zwischen Online- und Offlinekommunikation.
Für eine ebenso sinnvolle wie selbstverständliche Einbindung digitaler Medien in den Universitätsalltag steht die Technik nur an zweiter Stelle: Zur Reflexion der Herausforderungen, insbesondere auf einer basal-kulturellen Ebene, muss zunächst eine Kommunikationsofferte stehen – ein Angebot, das irritiert, Neugier weckt und Anlass für weitere Fragen gibt.

Im Laufe des vergangenen Semesters entstand hierfür eine Serie von Plakaten, die zum generellen Nachdenken über den Einsatz aktueller Medien in Bildungszusammenhängen anregen sollte. Im Dilemma zwischen erhobenen Zeigefinger einerseits und abgegriffener (und damit wahrscheinlich: ignorierter) Werbeästhetik andererseits wurde bei der Konzeption der Posterreihe ein dritter Weg gewählt: Wir berücksichtigten die Rezeption der Nachricht als entscheidenden Teil des Kommunikationsprozesses,² respektierten Decodierungsarbeit und Verantwortlichkeit des Empfängers und verzichteten zunächst auf eine eindeutige Assoziation der Plakate mit dem Projekt. Die erste Auflage bestand aus der Kombination von Fotografien aus den Gebäuden der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft mit verschiedenen Zitaten, die auf kulturelle und gesellschaftliche Herausforderungen und Hoffnungen im Zuge des aktuellen Medienwechsels hinweisen – denn der alltägliche Lern- und Lehrbetrieb bleibt davon nicht unberührt.

Erst in einer zeitlich abgesetzten zweiten Runde wurden die neuen Motive neben Zitaten auch mit Logos, einer Webadresse sowie einem sog. QR-Code für mobile Geräte versehen; die Links führten den geneigten Betrachter auf eine eigens zu diesem Zwecke erstellte Seite des Webmagazins der Fakultät, life. Dort kann nach wie vor ein Überblick über das Projekt ePUSH und seine einzelnen Maßnahmen gewonnen werden.³


¹ Vgl. http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush

² Umberto Eco, Für eine semiologische Guerilla, in: ders. (Hg.) Über Gott und die Welt. Essays und Glossen, München 1998, S. 152, spricht mit Blick auf dieses Phänomen von der Interpretationsvariabilität. Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Frankfurt/Main 1984, S. 194ff. vom kommunikativen Dreiklang aus Information, Mitteilung und Verstehen. Heinz von Foerster prägte das geflügelte Wort vom Empfänger, der den Sinn einer Botschaft bestimme.

³ Vgl. http://life.epb.uni-hamburg.de/epush

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