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#Zettelkästen

zettelkastenSoeben ist die dritte Version von Daniels digitaler Zettelkastensimulation nach dem Vorbild Niklas Luhmanns erschienen. Luhmann selbst erklärte seine ungeheure Produktivität „im wesentlichen aus dem Zettelkasten-System“[1. LUHMANN, Niklas: Biographie, Attitüden, Zettelkasten, in: ders.: Archimedes und wir, Berlin  1987, S. 143.], das hinreichend komplex werden kann, um eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten bereit zu stellen; nicht umsonst sprach Luhmann an anderer Stelle von „Kommunikation mit Zettelkästen“[2. LUHMANN, Niklas: Kommunikation mit Zettelkästen. Ein Erfahrungsbericht, in: ders.: Universität als Milieu, Bielefeld 1992, S. 58.]. Seit Anfang der 1950er Jahre begann Luhmann mit dieser flexiblen Ordnung für Notizen, Exzerpte, Gedanken und Literaturverweise zu operieren, jenseits einer linearen Starrheit – sondern mit der Möglichkeit zur produktiven Überraschung: „Für Kommunikation ist eine der elementaren Voraussetzungen, daß die Partner sich wechselseitig überraschen können”, schreibt der Soziologe im selben Aufsatz.[3. Ebenda, S. 58.]. Gerade für die Verwandlung von Information zu Wissen sind solche Tools von besonderer Bedeutung und auch im Rahmen dieses Portfolios von dringendem Interesse.

Grund genug, den Zettelkasten in seiner neuen Version zu testen (freier für Download MacOS, Windows und Linux hier), die insbesondere über die neue BibTex-Schnittstelle auch mit Tools wie Zotero kombinierbar sein wird. Zudem soll natürlich auf ein konzeptionell ähnliches, in seiner grafischen Umsetzung jedoch komplett anderes Programm hingewiesen, das am MultiMedia-Studio unseres Fachbereiches entwickelt worden ist: study.log. Auch hier steht eine großartige Neuerung unmittelbar ins Haus und im daran angeschlossenen study.[b]log werden auch für das Seminar spannende Fragestellungen erörtert, beispielsweise hier.


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