„Das Individuum der nächsten Gesellschaft spielt, wettet, lacht und ist ratlos. Es zählt wie in der Stammesgesellschaft, fühlt wie in der Antike, denkt wie in der Moderne und muss sich dennoch jetzt und heute an der Gesellschaft beteiligen. Es vergewissert sich seiner Gruppe, träumt von seinem Platz, berechnet seine Chancen und muss dennoch erleben, wie bereits die nächste Verwicklung es überfordert.“ (Dirk Baecker, ebd.)
Unter dem Titel „Zukunftsfähigkeit: 15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“ [edit: neuer Link!] hat Dirk Baecker soeben ein Thesen– und Diskussionspapier online verfügbar gemacht. Das Thesenpapier bündelt in wenigen Sätzen die theoretisch relevanten Prognosen zur „nächsten Gesellschaft“ (Kulturform, Strukturform, Integrationsform) und ihrer wichtigsten Subsysteme (Politik, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft, Religion) – sowie möglicher Implikationen für Technik, Moral und Reflexions– oder Negationsformen (Information bzw. Posse).
Es dient der Vorbereitung eines „Theorie-Updates zur Next Society“ im Rahmen des gemeinsam vom Lehrstuhl für Kulturtheorie und –Analyse der Zeppelin University und dem Management Zentrum X organisierten Summer Camp 11 (30. Juni bis 3. Juli, Friedrichshafen) – aber ebenso gut als Notizzettel zu Baeckers detaillierten Ausführungen (z.B. Studien zur nächsten Gesellschaft, Die Rede von der nächsten Gesellschaft, Layers, Flows and Switches).
(Grafik: Giacomo da Vignola, Perspective diagram, 1583; via)
