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Versuch über Hacking als soziale Form


Die Rede vom „Hacking“ und ihrem Protagonisten, dem Hacker, feiert seit einiger Zeit ein bemerkenswertes Comeback. Das ist sicher kein Zufall, wenn man mit Dirk Baecker in Rechnung stellt, dass sich der Hacker anschickt, den Intellektuellen der modernen Buchdruckgesellschaft in einer Weise zu beerben, wie jener einst den Priester antiker Hochkulturen beerbte. Grund genug, genauer hinzuschauen. Weiterlesen

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Online-Zeitschrift Kunst Medien Bildung

Anfang des Monats ging auf zkmb.de ein neues, interdisziplinäre e-Journal online, die „Zeitschrift für Kunst Medien Bildung“. Seit gestern findet sich auf der Homepage der zkmb auch eine aktualisierte Version meines zuvor hier im Blog publizierten Artikels „Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft“ – jetzt also ganz offiziell zitierfähig.

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„Die Erziehung der nächsten Gesellschaft bleibt ratlos“


Während im Netz-Feuilleton noch der Jargon der hier kürzlicht diskutierten 15 Thesen Dirk Baeckers Gegenstand wortgewaltiger Kritik ist, die Form der Kritik ihrerseits Kritik erfährt und das wiederum eine ganze Kaskade kontroverser Kommentare und Beobachtungen nach sich zieht, legt Baecker eine weitere These nach – und erhöht damit auf insgesamt sechzehn. Interessanterweise bezieht sich die nachgereichte These auf Erziehung. Weiterlesen

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(Lern–)Räume der nächsten Gesellschaft.
Ein Rückblick auf das Bremer EduCamp


Am letzten Wochenende, am 18. und 19. März, fand in Bremen das siebte EduCamp im deutschsprachigen Raum statt. Es handelte sich dabei um eine kenntnisreich und passioniert organisierte Unkonferenz, für deren Ermöglichung dem Team um Thomas Bernhardt Dank und Respekt gebührt. Nach und nach beginnen die Dokumentation und Aufarbeitung des Barcamps.
Ich möchte im folgenden Beitrag kurz auf einen Aspekt eingehen, der meines Erachtens entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat und an dem exemplarisch für die Zukunft – nicht nur der EduCamps! – gelernt werden kann: Raum. Ein Begriff, der gegenwärtig und quer durch alle Disziplinen eine unerwartete Renaissance erlebt und mit dessen Verwendung man sich große Hypotheken einhandelt. Im Folgenden sei daher unter Bezug auf „Raum“ nicht nur (aber auch) von archtitektonischer Umgebung die Rede, sondern von Umgebungen in einem erweiterten Sinne: Ich schlage vor, Raum als Medium zu begreifen, dass Form-Bildungen gestattet – eine Lesart, die digitale Räume explizit nicht ausschließt und die Unterscheidung von Analog/Digital von vornherein zu unterlaufen versucht. Weiterlesen

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Strategie


„Was die Alten einen klugen Kämpfer nannten, ist jemand, der nicht nur gewinnt, sondern sich dadurch auszeichnet, mühelos zu gewinnen.“ (Sun-Tzu)
Oder: Was man von griechischen Bergräubern und chinesischen Generälen über Strategie lernen kann. Einige bedenkenswerte Fundstücke und Überlegungen – nicht nur für Pädagogen. Weiterlesen

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Kontrolle und Selbstkontrolle

Bei der Beschäftigung mit Fragen der Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungsprozessen stoßen interessierte Leserinnen und Leser auf unübersichtliches Terrain. Die Beiträge des soeben in der Reihe »Medienbildung & Gesellschaft« erschienenen Sammelbandes sollen aus verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen pädagogischen Praxen Licht ins Dunkel bringen. Weiterlesen

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#ec10hh. Das Hamburger EduCamp – ex post.

ec10hh

Zwei Tage Hamburger EduCamp (und viele Tage der Vorbereitung und -freude) liegen hinter mir – Gelegenheit für eine kurze Rückschau. Ich beschränke ich mich dabei auf wenige Schlaglichter (die möglicherweise als weiterführende Verweissammlung zu den einzelnen Sessions von Nutzen sein können). Weiterlesen

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Luzifers Doublebind – ein epic Fail?

Meines Wissens der erste überlieferte Doublebind: Die tragische Geschichte Luzifers (wir erinnern uns gegebenfalls, was einen Doublebind auszeichnet, mit Hilfe zweier Blogeinträge aus den Seltsamen Schleifen: „Auf ein Wort: double bind“):

„Gott gibt allen Engeln die Weisung, sich vor Adam zu verneigen. Einer von ihnen lehnt ab – sei es aus Stolz, sei es, daß er besser weiß als Gott, daß nur Gott selbst zu verehren ist.“ (Niklas Luhmann, Gesellschaftsstruktur und Semantik, Bd. 3, Frankfurt/Main 1993, S. 284.) Weiterlesen

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„Nach wie vor können Wetten darauf abgeschlossen werden…“ oder: Irritation als Kommunikation.

Fahrstuhl (Alan Kay)

[Edit:] Ich habe heute Nachmittag die Fotografien, die ich für ↳ePUSH gemacht habe, bei flickr hochgeladen, habe sie hier aber bis auf dieses eine Plakat wieder herausgenommen. Die gesammelten Werke findet der interessierte Beobachter in meinem ↳flickr-Fotostream.

[Edit2:] Anbei noch ein kurzer Text, den ich für das Vorlesungsverzeichnis der ↳Forschungs- und Le[ ]rstelle Kunst schrieb:

„Nach wie vor können Wetten darauf abgeschlossen werden…“ oder: Irritation als Kommunikation.

„Die Einsatzmöglichkeiten aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien in Studium und Lehre an der Fakultät durch Bündelung und Kommunikation ins Bewusstsein der Lehrenden und Lernenden zu rufen und dadurch einen selbstverständlichen Umgang mit diesen Technologien zu befördern“, so lässt sich das Ziel des Hochschulentwicklungsprojekts ePUSH prägnant zusammenfassen.¹ Die Realisierung dieses Ziels wird dabei auf vielfältige Weise verfolgt – zunehmend gekennzeichnet durch ein Hinwegsetzen über die irreführende und nicht mehr zeitgemäße Grenze zwischen Online- und Offlinekommunikation.
Für eine ebenso sinnvolle wie selbstverständliche Einbindung digitaler Medien in den Universitätsalltag steht die Technik nur an zweiter Stelle: Zur Reflexion der Herausforderungen, insbesondere auf einer basal-kulturellen Ebene, muss zunächst eine Kommunikationsofferte stehen – ein Angebot, das irritiert, Neugier weckt und Anlass für weitere Fragen gibt.

Im Laufe des vergangenen Semesters entstand hierfür eine Serie von Plakaten, die zum generellen Nachdenken über den Einsatz aktueller Medien in Bildungszusammenhängen anregen sollte. Im Dilemma zwischen erhobenen Zeigefinger einerseits und abgegriffener (und damit wahrscheinlich: ignorierter) Werbeästhetik andererseits wurde bei der Konzeption der Posterreihe ein dritter Weg gewählt: Wir berücksichtigten die Rezeption der Nachricht als entscheidenden Teil des Kommunikationsprozesses,² respektierten Decodierungsarbeit und Verantwortlichkeit des Empfängers und verzichteten zunächst auf eine eindeutige Assoziation der Plakate mit dem Projekt. Die erste Auflage bestand aus der Kombination von Fotografien aus den Gebäuden der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft mit verschiedenen Zitaten, die auf kulturelle und gesellschaftliche Herausforderungen und Hoffnungen im Zuge des aktuellen Medienwechsels hinweisen – denn der alltägliche Lern- und Lehrbetrieb bleibt davon nicht unberührt.

Erst in einer zeitlich abgesetzten zweiten Runde wurden die neuen Motive neben Zitaten auch mit Logos, einer Webadresse sowie einem sog. QR-Code für mobile Geräte versehen; die Links führten den geneigten Betrachter auf eine eigens zu diesem Zwecke erstellte Seite des Webmagazins der Fakultät, life. Dort kann nach wie vor ein Überblick über das Projekt ePUSH und seine einzelnen Maßnahmen gewonnen werden.³


¹ Vgl. http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush

² Umberto Eco, Für eine semiologische Guerilla, in: ders. (Hg.) Über Gott und die Welt. Essays und Glossen, München 1998, S. 152, spricht mit Blick auf dieses Phänomen von der Interpretationsvariabilität. Niklas Luhmann, Soziale Systeme, Frankfurt/Main 1984, S. 194ff. vom kommunikativen Dreiklang aus Information, Mitteilung und Verstehen. Heinz von Foerster prägte das geflügelte Wort vom Empfänger, der den Sinn einer Botschaft bestimme.

³ Vgl. http://life.epb.uni-hamburg.de/epush

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Kommunikation mit ePortfolios – study.log für WordPress


Ich durfte gestern Abend unter dem Titel ↳“study.log goes WordPress” im study[b].log die frohe Kunde verbreiten, dass unser Knowledge Construction Tool und digitaler Zettelkasten einen webbasierten Ableger auf Basis der WordPress-Software erhalten hat. Eine Testversion läuft auf dem *mms-Server und kann ↳ausgiebig getestet werden – und natürlich ist Feedback in jedweder Form sehr willkommen.

Kommunikation mit ePortfolios

Einen besonderen und persönlich motivierten Aspekt möchte ich an dieser Stelle noch einmal herausstreichen: Ich habe mich in den letzten zwei Semestern intensiv mit dem Buzz-Thema “ePortfolio” beschäftigt:

* als Tutor in den Seminaren von ↳Torsten Meyer, in denen die Integration im Rahmen des Bachelormoduls EW1 als Pilotprojekt getestet wird (wir konnten unsere praktischen Erfahrungen unter anderem am ↳Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg präsentieren – nebenbei bemerkt ein Indiz für Aktualität des Themas und einem gesteigerten Interesse daran);

* als Teilnehmer des ePortfolio-Gesprächskreises im Rahmen des ↳ePUSH-Projektes;

* in den Vorüberlegungen zu meiner Examensarbeit, die in meinem ↳Blog nachzulesen sind und eine (system-) theoretische Perspektive auf den Nutzen von ePortfolios für das Erziehungssystem einnehmen;

* zuletzt auch ganz praktisch, indem ich ein Seminar von ↳Christina Schwalbe mit einem ↳ eigenen ePortfolio begleitet habe (gerade diesen Wechsel der Perspektive halte ich für sehr entscheidend und lehrreich).

Die große Frage

In allen Kontexten tauchte eine Frage immer wieder prominent auf: Welches Tool eignet sich besonders für eine solche Arbeits- und Denkweise? Welche Software würdet ihr empfehlen?

Und gerade hier kann die WordPress-Variante von study.log künftig für Aussehen sorgen, weil sie den internen Komplexitätsaufbau der alten Macromedia-Version mit den “social software”-Aspekten (beispielsweise der Möglichkeit des peer reviews via Kommentarfunktion) der Blogsoftware zu kombinieren weiss. Sobald das Theme sowohl für fremd- als auch selbstgehostete WordPress-Versionen für jedermann zur Verfügung stehen wird, habe ich auf die omnipräsente Frage eine neue Antwort.

Post scriptum: Spannende Hinweise von @herrmeyer auf die neue AIR-basierte Standalone-Variante finden sich seit gestern in der Diskussion zum ↳PLE-Artikel in Jonas’ Tumblog.