Kategorie: »Erziehung«

Lebenslauf als Perspektive

In ver­gan­ge­nen Bei­trä­gen wurde Luh­manns Kon­zept des Le­bens­lau­fes als Me­dium der Er­zie­hung vor­ge­stellt, pro­ble­ma­ti­siert und mit Blick auf seine Eig­nung als sym­bo­lisch ge­ne­ra­li­sier­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dium des Er­zie­hungs­sys­tems zu­guns­ten des Vor­schla­ges von Dirk Ba­ecker, In­tel­li­genz als Me­dium der Er­zie­hung zu be­grei­fen, ver­wor­fen. Ich bin den­noch der fes­ten Über­zeu­gung, dass das Kon­zept des Le­bens­lau­fes päd­ago­gisch an­schluß­fä­hig ist — […]

Umstellungen.

Er­zie­hung. Was be­deu­tet am Übergang zur Com­pu­ter­ge­sell­schaft die Um­stel­lung der ge­sell­schaft­li­chen Dif­fe­ren­zie­rung von Struk­tu­ren, die auf Kom­mu­ni­ka­tion im Me­dium der Buch­ge­sell­schaft zu­ge­schnit­ten sind, auf Struk­tu­ren, die auf Kom­mu­ni­ka­tion im Me­dium des Com­pu­ters an­ge­passt sind für das Er­zie­hungs­sys­tem? Die Be­wäl­ti­gung des neu auf­tre­ten­den Überschuss-Sinns durch das Ver­brei­tungs­me­dium geht mit ei­ner Um­stel­lung der ge­sell­schaft­li­chen Dif­fe­ren­zie­rung einher – […]

Intelligenz als Medium

Wir ha­ben zu frü­he­ren Zeit­punk­ten die Funk­ti­ons­weise sym­bo­lisch ge­ne­ra­li­sier­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dien aus­führ­lich be­spro­chen , so dass an die­ser Stelle von ei­ner wei­te­ren Ein­füh­rung in ihre Funk­tion und Aus­dif­fe­ren­zie­rung ab­ge­se­hen wer­den kann. Die ent­schei­den­den Fra­gen, die sich jetzt stel­len, lau­ten: „Wie kön­nen die Kom­mu­ni­ka­tio­nen des Er­zie­hungs­sys­tems ge­gen­über den Kom­mu­ni­ka­tio­nen sei­ner Um­welt dif­fe­ren­ziert wer­den?“ „Wie kann das Erziehungssystem […]

Mein System kennt keine Grenzen“

Wir wa­ren in un­se­ren bis­he­ri­gen Be­ob­ach­tun­gen kon­fron­tiert mit Pro­ble­men hin­sicht­lich der man­geln­den Li­mi­t­io­na­li­tät des Er­zie­hungs­sys­tems. Was hat das aber mit Me­dien zu tun? Aus sys­tem­theo­re­ti­scher Per­spek­tive viel mehr, als man an­fangs ver­mu­ten könnte: „Die Me­di­en­frage steht im Zen­trum die­ses In­ter­es­ses an Li­mi­t­io­na­li­tät, weil sie über Au­to­no­mie und Grenz­zie­hung des Sys­tems glei­cher­ma­ßen ent­schei­det.“ ((BAECKER, Dirk: Erziehung […]

Paradigm lost.

Ein Be­ob­ach­ter kann nicht se­hen, was er nicht se­hen kann. Er kann auch nicht se­hen, dass er nicht se­hen kann, was er nicht se­hen kann. Aber es gibt eine Kor­rek­tur­mög­lich­keit: die Be­ob­ach­tung des Be­ob­ach­ters.“ - Ni­klas Luh­mann, Re­den und Schwei­gen Wir neh­men also den Fa­den der Ari­adne wie­der auf: Auf der Su­che nach po­ten­ti­el­len Kan­di­da­ten für […]

Medien im Erziehungssystem, dritter Akt

Was sind nun also die spe­zi­fisch päd­ago­gi­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dien, die im all­ge­mei­nen Me­dium des Le­bens­lau­fes For­men bil­den? Jo­chen Kade un­ter­schei­det für seine Be­ant­wor­tung der Frage zu­nächst zwei As­pekte des Le­bens­lau­fes und weist auf eine ko­gni­tive und eine so­ziale Di­men­sion mit ih­rem je­weils ei­ge­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dium hin. Über die An­eig­nung von Wis­sen er­wei­tere sich laut Kade der Ak­ti­ons­ra­dius der […]

Medien im Erziehungssystem, zweiter Akt

Der Le­bens­lauf als Me­dium er­füllt diese spe­zi­fi­schen Be­din­gun­gen nicht. Er ist viel­mehr die not­wen­dige Vor­aus­set­zung da­für, dass dif­fe­ren­zier­tere Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dien zum Ein­satz kom­men kön­nen; ((Vgl. ebd.)) in ihm kön­nen die For­men päd­ago­gi­scher Kom­mu­ni­ka­tion ge­bil­det werden.

Medien im Erziehungssystem, erster Akt

Die nun fol­gen­den Bei­träge ver­dich­ten die Frage nach den Me­dien des Er­zie­hungs­sys­tems. Zu­nächst mit Blick auf Aus­füh­run­gen Jo­chen Ka­des, an­schlie­ßend un­ter Be­ru­fung auf Dirk Ba­ecker. Da­bei wird die Frage mög­lichst all­ge­mein ge­hal­ten, wir spre­chen also noch nicht von sym­bo­lisch ge­ne­ra­li­sier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dien des Er­zie­hungs­sys­tems. Be­zeichn­tete Ni­klas Luh­mann in älte­ren Schrif­ten noch das Kind als Me­dium der […]

Grassroots in die Schule!

Durch die „top down“-Governance des Staa­tes be­steht schein­bar kein Be­dürf­nis an ei­nem sym­bo­lisch ge­ne­ra­li­sier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­dium für das Er­zie­hungs­sys­tem: Ein Pro­gramm er­mög­licht die Ent­schei­dung an­hand des Bi­när­codes besser/schlechter und kann da­mit das bis­lang Un­be­stimmte be­stim­men. Wir spre­chen vom Lehr­plan. Und ei­nem ho­hen Steue­rungs­be­dürf­nis. Ich halte das für pro­ble­ma­tisch, denn die Fo­kus­sie­rung ei­nes „bot­tom up“-Modells (wie das […]

Pädagogische Medientheorie

Ich bin letzte Wo­che [via] auf ei­nen in­ter­es­san­ten Sam­mel­band mit dem Ti­tel „Päd­ago­gi­sche Me­di­en­theo­rie“ ge­sto­ßen, der von Jo­han­nes Fromme und Wer­ner Se­sink her­aus­ge­ge­ben wird. Ne­ben den Bei­trä­gen von Win­fried Ma­rotzki, Ben­ja­min Jö­ris­sen („Wis­sen, Ar­ti­ku­la­tion und Bio­gra­phie: theo­re­ti­sche As­pekte ei­ner Struk­tu­ra­len Me­di­en­bil­dung“) und Tors­ten Meyer („Zwi­schen Ka­nal und Lebens-Mittel: päd­ago­gi­sches Me­dium und me­di­o­lo­gi­sches Mi­lieu“) bin ich insbesondere […]