Kategorie: »Massenmedien«

Rezension: Einführung in die eigenen Gedanken

End­lich ist Carl Au­ers »Ein­füh­rung in die ei­ge­nen Ge­dan­ken« ge­schrie­ben wor­den! Der Le­ser hält da­mit die viel­leicht ra­di­kalste Ein­füh­rung in sys­tem­theo­re­ti­sches und kon­struk­ti­vis­ti­sches Den­ken in den Hän­den, die bis­her ih­ren Weg in die Ver­öf­fent­li­chung fand. Doch be­gin­nen wir vorne. Sehr weit vorne so­gar: am An­fang näm­lich, im zei­chen­lee­ren Raum.

Die Krisen der Computergesellschaft


Dirk Ba­ecker fasst zen­trale The­sen sei­ner „Stu­dien zur nächs­ten Ge­sell­schaft“ in ei­nem gut 60-minütgen In­ter­view mit dem Pu­bli­zis­ten und Mo­de­ra­tor Ro­ger de Weck für die Sen­dung „Stern­stun­den der Phi­lo­so­phie“ des Schwei­ze­ri­schen Fern­se­hens zusammen.

Show Media. [sic!]

slow

Am 02.01. 2010 er­scheint ein kol­la­bo­ra­ti­ves »Slow Me­dia Ma­ni­fest«, auf das die Welt nicht ge­war­tet hat. Gründe? Fehl­an­zeige. Eine Chronik.

Draw a dis­tinc­tion and create a uni­verse.
Mit zu­neh­men­dem Ab­stand zum ers­ten Le­sen des Ma­ni­fests scheint sich für mich die dis­kur­sive Blase um ein neues (bzw. in den deut­schen Sprach­raum neu im­por­tier­tes) Buz­zword lei­der als eben sol­che zu er­wei­sen: Vor al­lem Span­nung an der Ober­flä­che. Me­di­en­theo­re­ti­sche bzw. –di­dak­ti­sche Ge­mein­plätze wer­den in mo­di­scher Manifest-Form un­ter neuem La­bel ag­gre­giert, als “slow” be­zeich­net und dann wird mun­ter ent­lang ei­ner neuen Un­ter­schei­dung ope­riert (»Me­dium x ist ›slow‹ (d.h. ›gut‹), gdw. es Kri­te­rium y er­füllt oder in Weise z ge­hand­habt wird.«): An­statt sich ei­ner kri­ti­schen Dis­kus­sion der ei­ge­nen For­de­run­gen zu stel­len, ka­pri­zie­ren sich die drei Au­to­rIn­nen dar­auf, im ei­gens ein­ge­rich­te­ten Blog an zahl­rei­chen Bei­spie­len die De­fi­ni­tion vor­zu­füh­ren und zu deklinieren.

Bielefeld und andere Religionen.


Eine kurze No­tiz zu ei­ner be­son­de­ren Se­mi­nar­sit­zung. Im lau­fen­den Win­ter­se­mes­ter 2009/2010 be­gleite ich als Tu­tor das Haupt­se­mi­nar „Was kann ich wis­sen? Me­diale Be­din­gun­gen und Gren­zen des Wis­sens“ von Chris­tina Schwalbe. Aus­ge­hend von der ers­ten der vier kan­ti­schen Fra­gen wer­den Be­din­gun­gen der Mög­lich­keit von Wis­sen und Bil­dung un­ter be­son­de­rer Be­rück­sich­ti­gung ak­tu­el­ler Me­dien er­ör­tert. Als theo­re­ti­sche Grund­lage dient da­bei der Ent­wurf ei­ner struk­tu­ra­len Me­di­en­bil­dung nach Win­fried Ma­rotzki un­d­Ben­ja­min Jö­ris­sen. Die Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen re­zen­ter Ent­wick­lun­gen wer­den von den Se­min­ar­teil­neh­me­rIn­nen in ei­nem im neuen Jahr an­schlie­ßen­den Pra­xis­teil durch ei­gene „Feld“forschungen analysiert.

»Computer und Katastrophe« — Dirk Baecker im Gespräch mit Karin Fischer.

Der Deutsch­land­funk sen­dete am 06.12. 2009 in der Reihe „Kul­tur­fra­gen“ ein In­ter­view mit Dirk Ba­ecker, In­ha­ber des Lehr­stuhls für Kul­tur­theo­rie & –ana­lyse an der Fried­richs­ha­fe­ner Zeppelin-Universität. Die­sem ge­lingt es in dem knapp 25-minütigen Ge­spräch, die Dy­na­mik des Zu­sam­men­hangs von ge­sell­schaft­li­cher Aus­dif­fe­ren­zie­rung und den „Ka­ta­stro­phen“ beim Auf­tritt neuer Haupt­ver­brei­tungs­me­dien zu skiz­zie­ren (Über­schuss­sinn); in­so­fern kann die Sen­dung auch als kom­pakte Vor­stel­lung und Ein­füh­rung in das Thema Ba­eckers 2007er Ver­öf­fent­li­chung „Stu­dien zur nächs­ten Ge­sell­schaft“ be­han­delt werden.

Intifada im Hinterhof“ — darum Israel!

Kinoflyer
Chro­ni­scher Man­gel an Re­fle­xion, als „An­ti­zio­nis­mus“ ver­pack­ter An­ti­se­mi­tis­mus, fa­tale Sinn­ver­ar­bei­tungs­re­geln und kör­per­li­che Ge­walt. Ham­burgs “linke Szene” of­fen­bart bei der Ver­hin­de­rung der Vor­füh­rung des Films „Wa­rum Is­rael“ von Claude Lanz­mann ih­ren Bank­rott. Eine Link­samm­lung zu den ak­tu­el­len Vorfällen.

Neu-[Form]-ationen. Heute: Der Kongress.

one way
Nach den letz­ten Er­ör­te­run­gen zu den Ge­scheh­nis­sen rund um die deutsch­spra­chige Wi­ki­pe­dia habe ich be­gon­nen, em­pi­ri­sche Da­ten zur Her­aus­bil­dung neuer In­ter­ak­ti­ons– und Or­ga­ni­sa­ti­ons­for­men im Zuge der Um­stel­lung des ge­sell­schaft­li­chen Haupt­ver­brei­tungs­me­di­ums zu su­chen und zu ar­chi­vie­ren. Da­bei bin ich auf den span­nen­den Be­richt Tors­ten Mey­ers zum Bun­des­kon­gress der Kunst­päd­ago­gik in Düs­sel­dorf ge­sto­ßen: Die­ser Ar­ti­kel ist äußerst le­sens­wert, denn er be­rührt ex­pli­zit die Frage nach ei­ner an­ge­mes­se­nen Form des wis­sen­schaft­li­chen Kon­gres­ses. Ein (um ei­nige Hy­per­links er­gänz­ter) Aus­schnitt aus mei­nem Kommentar.

(Neu-) Ordnungen der Massenmedien.

Nach ei­ner ebenso span­nen­den wie in­spi­rie­ren­den Dis­kus­sion, auf die ich be­reits im letz­ten Ein­trag ver­wies, habe ich heute ei­nen Gast­ar­ti­kel bei den Bie­le­fel­der ↳So­zi­al­theo­ris­ten ver­fasst, der die aus mei­ner Sicht zen­tra­len As­pekte der Dis­kus­sion (mitt­ler­weile auf drei Ar­ti­kel mit ins­ge­samt 46 Kom­men­ta­ren ver­teilt) bün­delt. […] Aber mit dem Auf­kom­men des Com­pu­ters und des In­ter­nets als […]

Sind wir Zeugen der Ausdifferenzierung eines neuen Funktionssystems?

Diese Frage kann man sich nach der Lek­türe von Ste­fans le­sens­wer­tem ↳ Ar­ti­kel über feh­lende ex­terne Se­lek­ti­ons­me­cha­nis­men der Wi­ki­pe­dia nicht ganz un­be­rech­tigt stel­len. Das er­for­dert aber ins­be­son­dere die Her­aus­bil­dung ei­nes ex­klu­si­ven Codes und ggf. ent­spre­chen­der Pro­gramme. Sol­che Fra­gen (und viele mehr) wer­den ge­rade an­ge­dacht in der an­schlie­ßen­den Dis­kus­sion. ↳ Mit­ma­chen! Tags: #Com­pu­ter­ge­sell­schaft #Haupt­ver­brei­tungs­me­dien #Code #Programme […]

Unstable Empathy

An un­sta­ble em­phaty is a re­ac­tive en­viron­ment con­stantly re­me­dia­ted in real-time by the mind ac­tivity of two play­ers which are con­stantly forced to ne­go­tiate their em­pha­tic state. it’s a col­la­bo­ra­tive game in which the mea­nings of co­ope­ra­tion, ent­ang­ling and collec­tive con­sci­us­ness are di­rectly per­cei­ved on the phy­sio­lo­gi­cal le­vel.“  ↳ kinotek.org: „Ki­no­tek Is An At­tempt Of […]