Kategorie: »Protest«

Versuch über Hacking als soziale Form


Die Rede vom „Hacking“ und ih­rem Prot­ago­nis­ten, dem Ha­cker, fei­ert seit ei­ni­ger Zeit ein be­mer­kens­wer­tes Come­back. Das ist si­cher kein Zu­fall, wenn man mit Dirk Ba­ecker in Rech­nung stellt, dass sich der Ha­cker an­schickt, den In­tel­lek­tu­el­len der mo­der­nen Buch­druck­ge­sell­schaft in ei­ner Weise zu be­er­ben, wie je­ner einst den Pries­ter an­ti­ker Hoch­kul­tu­ren be­erbte. Grund ge­nug, ge­nauer hinzuschauen.

Contre mspro

On­line pu­bli­zierte The­sen zur nächs­ten Ge­sell­schaft ha­ben Kon­junk­tur und Mi­chael Seemann/@mspro nutzt die Ge­le­gen­heit, seine prio­ri­tä­ren The­men Kon­troll­ver­lust, „Que­ryo­logy“ und Post­pri­vacy in Form ei­nes the­sen­haf­ten Pa­pers für Te­le­po­lis zu ver­sam­meln. Re­sul­tat ist ein (proto-)typisches Do­ku­ment der Krise. Eine Replik.

The good news is, it’s going to get worse…“

Am 26. Sep­tem­ber 2011 sprach der Au­tor und TV-Produzent Da­vid Si­mon im Rah­men der Frank Por­ter Gra­ham Lec­tures vor Stu­die­ren­den der Uni­ver­sity of North Ca­ro­lina. Si­mon skiz­ziert in sei­nem Vor­trag „The End of the Ame­ri­can Em­pire and What’s in It For You“ Zusammenhänge, die maß­geb­lich zu ei­nem als Kri­sen­phä­no­men be­ob­ach­te­ten Ord­nungs­ver­lust in den USA beige­tra­gen ha­ben und bis heute tun.

Strategie


„Was die Al­ten ei­nen klu­gen Kämp­fer nann­ten, ist je­mand, der nicht nur ge­winnt, son­dern sich da­durch aus­zeich­net, mü­he­los zu ge­win­nen.“ (Sun-Tzu)
Oder: Was man von grie­chi­schen Berg­räu­bern und chi­ne­si­schen Ge­ne­rä­len über Stra­te­gie ler­nen kann. Ei­nige be­den­kens­werte Fund­stü­cke und Über­le­gun­gen – nicht nur für Pädagogen.

Humor als elaborierte Form


Ei­gent­lich hätte hier schon lange ein Ar­ti­kel zum Ver­hält­nis von Hu­mor und (Post-) Iro­nie ei­ner­seits so­wie aus­dif­fe­ren­zier­ter Dys­funk­tio­na­li­tät an­de­rer­seits er­schei­nen sol­len. Ers­tere könn­ten näm­lich, we­nigs­tens nä­he­rungs­weise, als eine spie­le­ri­sche Art des Um­gangs mit letz­te­rer be­grif­fen werden.

Nun hat Ste­fan Schulz von den Bie­le­fel­der So­zi­al­theo­ris­ten mir diese Auf­gabe glück­li­cher­weise ab­ge­nom­men – und eine äußerst le­sens­werte Ana­lyse zur sub­ver­si­ven An­eig­nung meh­re­rer So­li­da­ri­täts­de­mons­tra­tio­nen und –kund­ge­bun­gen für den zu­rück­ge­tre­te­nen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und fri­schen Nicht-Doktor Karl-Theodor zu Gut­ten­berg geliefert.

Dysfunktionalität als Funktion

labor, teuffel
Kann ein ge­mäß ei­ge­ner Re­fle­xi­ons­se­man­tik und Selbst­be­schrei­bung nicht län­ger funk­tio­nal ope­rie­ren­des (Sub-) Sys­tem eben die­ses la­tente Nicht­funk­tio­nie­ren zum An­lass ei­ge­nen Ope­rie­rens ma­chen? Ohne Zwei­fel. Aber was be­deu­tet das für die Re­fle­xi­ons­se­man­tik? Und für die Theo­rie­form funk­tio­na­ler DIf­fe­ren­zie­rung, die sich ih­rer im­pli­zit be­dient? Ein ar­chi­vier­ter Kom­men­tar zu Enno Al­jets’ Wis­sen­schaft 2.0 bei den Sozialtheoristen.

Lovink/Riemens: »Zwölf Thesen zu Wikileaks«

Bei den »Zwölf The­sen zu Wi­ki­leaks« von Ge­ert Lo­vink und Pa­trice Rie­mens (so­eben er­schie­nen in: Hein­rich Gei­sen­ber­ger (Hrsg.): Wi­ki­leaks und die Fol­gen. Netz – Me­dien – Po­li­tik, Frank­furt am Main 2011) handelt es sich um ein le­sens­wer­tes und hin­rei­chend lose ge­kop­pel­tes Ide­en­mo­saik, das zum Wei­ter­den­ken ein­lädt. Diese als Blo­g­ar­ti­kel ge­tarnte Lek­tü­re­no­tiz ver­sam­melt mög­li­che Va­ri­an­ten – denn die von […]

Intifada im Hinterhof“ — darum Israel!

Kinoflyer
Chro­ni­scher Man­gel an Re­fle­xion, als „An­ti­zio­nis­mus“ ver­pack­ter An­ti­se­mi­tis­mus, fa­tale Sinn­ver­ar­bei­tungs­re­geln und kör­per­li­che Ge­walt. Ham­burgs “linke Szene” of­fen­bart bei der Ver­hin­de­rung der Vor­füh­rung des Films „Wa­rum Is­rael“ von Claude Lanz­mann ih­ren Bank­rott. Eine Link­samm­lung zu den ak­tu­el­len Vorfällen.

Luzifers Doublebind — ein epic Fail?

Mei­nes Wis­sens der erste über­lie­ferte Dou­ble­bind: Die tra­gi­sche Ge­schichte Lu­zi­fers (wir er­in­nern uns ge­ge­ben­falls, was ei­nen Dou­ble­bind aus­zeich­net, mit Hilfe zweier Blog­ein­träge aus den Selt­sa­men Schlei­fen: „<a href=„http://www.seltsame-schleifen.com/2008/09/paradoxe-kommunikation-no-2/“>Paradoxe Kom­mu­ni­ka­tion, No.2” und „Auf ein Wort: dou­ble bind“):

Gott gibt al­len En­geln die Wei­sung, sich vor Adam zu ver­nei­gen. Ei­ner von ih­nen lehnt ab — sei es aus Stolz, sei es, daß er bes­ser weiß als Gott, daß nur Gott selbst zu ver­eh­ren ist.“ (Ni­klas Luh­mann, Ge­sell­schafts­struk­tur und Se­man­tik, Bd. 3, Frankfurt/Main 1993, S. 284.)

Ehen werden im Himmel geschlossen…

Die Ehen wer­den im Him­mel ge­schlos­sen, im Auto ge­hen sie aus­ein­an­der. Denn der­je­nige, der m Steuer sitzt, rich­tet sich nach der Si­tua­tion und fährt, wie er meint, auf Grund sei­nes bes­ten Kön­nens; aber der, der mit­fährt und ihn be­ob­ach­tet, fühlt sich durch die Fahr­weise be­han­delt, führt sie auf Ei­gen­schaf­ten des Fah­rers zu­rück. Er kann nur […]