Kategorie: »Wissenschaft«
„Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“

Eine (Ver-)Sammlung von Gedanken zur Kunst der nächsten Gesellschaft. Im Anschluss an die jüngst online publizierten Thesen Dirk Baeckers, eine daran anschließende Bemerkung von Arne zur Funktion von Musik in der Romantik sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die siebte der fünfzehn Thesen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Publikation eine nicht unerhebliche Überarbeitung erfahren hat. Zugleich: Die Spur eines Gedankenspiels (unter Inkaufnahme eines Umwegs über China). Und nicht zuletzt: die grobe Skizze einer notwendigen Übersetzung.
Baecker: „15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“

Dirk Baeckers kondensiertes Thesenpapier „Zukunftsfähigkeit: 15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“ bündelt in wenigen Sätzen die theoretisch relevanten Prognosen zur „nächsten Gesellschaft“ und ihrer wichtigsten Subsysteme – sowie möglicher Implikationen für Technik, Moral und Reflexions– oder Negationsformen.
(Lern–)Räume der nächsten Gesellschaft.
Ein Rückblick auf das Bremer EduCamp

Am letzten Wochenende, am 18. und 19. März, fand in Bremen das siebte EduCamp im deutschsprachigen Raum statt. Es handelte sich dabei um eine kenntnisreich und passioniert organisierte Unkonferenz, für deren Ermöglichung dem Team um Thomas Bernhardt Dank und Respekt gebührt. Nach und nach beginnen die Dokumentation und Aufarbeitung des Barcamps.
Ich möchte im folgenden Beitrag kurz auf einen Aspekt eingehen, der meines Erachtens entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat und an dem exemplarisch für die Zukunft – nicht nur der EduCamps! – gelernt werden kann: Raum. Ein Begriff, der gegenwärtig und quer durch alle Disziplinen eine unerwartete Renaissance erlebt und mit dessen Verwendung man sich große Hypotheken einhandelt. Im Folgenden sei daher unter Bezug auf „Raum“ nicht nur (aber auch) von archtitektonischer Umgebung die Rede, sondern von Umgebungen in einem erweiterten Sinne: Ich schlage vor, Raum als Medium zu begreifen, dass Form–Bildungen gestattet – eine Lesart, die digitale Räume explizit nicht ausschließt und die Unterscheidung von Analog/Digital von vornherein zu unterlaufen versucht.
Perpetuum Mobile
Mittelalterliche Textgepflogenheiten
„Mittelalterliche Textgepflogenheiten, die das Buch selbst wie einen Autor sprechen lassen, haben den Buchdruck nicht überlebt. Es wäre also nicht ganz abwegig, sie wiederaufzugreifen, denn schließlich stammt, jedenfalls wo es ›wissenschaftlich‹ zugeht, nur sehr weniges, was in einem Buch zu lesen ist, von dem Autor selbst.“ (Luhmann)
Dysfunktionalität als Funktion

Kann ein gemäß eigener Reflexionssemantik und Selbstbeschreibung nicht länger funktional operierendes (Sub-) System eben dieses latente Nichtfunktionieren zum Anlass eigenen Operierens machen? Ohne Zweifel. Aber was bedeutet das für die Reflexionssemantik? Und für die Theorieform funktionaler DIfferenzierung, die sich ihrer implizit bedient? Ein archivierter Kommentar zu Enno Aljets’ Wissenschaft 2.0 bei den Sozialtheoristen.
„live/nicht-live?“

Eine Notiz zu Arnes sehr lesenswerten (und im besten Sinne des Wortes) irritierenden Bericht zur Transmediale. Dort kommentiert, hier archiviert.
Warum die Unterscheidung »live/nicht-live« keine angemessene ist. Oder anders gesagt: warum es nicht verwunderlich ist, dass durch ihre Anwendung Unsinn generiert wird (und das scheint mir die tiefere Lehre der ambitionierteren Vorträge im Rahmen des Transmediale-Programms gewesen zu sein). Man kann »live« nämlich von »Stuhl«, »Zen« oder »grün« unterscheiden, denn die sind allesamt »nicht-live« (und somit nicht »live«).
Lovink/Riemens: »Zwölf Thesen zu Wikileaks«
Bei den »Zwölf Thesen zu Wikileaks« von Geert Lovink und Patrice Riemens (soeben erschienen in: Heinrich Geisenberger (Hrsg.): Wikileaks und die Folgen. Netz – Medien – Politik, Frankfurt am Main 2011) handelt es sich um ein lesenswertes und hinreichend lose gekoppeltes Ideenmosaik, das zum Weiterdenken einlädt. Diese als Blogartikel getarnte Lektürenotiz versammelt mögliche Varianten – denn die von […]
Kontrolle und Selbstkontrolle
Bei der Beschäftigung mit Fragen der Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungsprozessen stoßen interessierte Leserinnen und Leser auf unübersichtliches Terrain. Die Beiträge des soeben in der Reihe »Medienbildung & Gesellschaft« erschienenen Sammelbandes sollen aus verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen pädagogischen Praxen Licht ins Dunkel bringen.
Die nächste Stadt. Eine Simulation

»Die nächste Stadt, wenn die Anzeichen nicht täuschen, ist eine virtuelle Stadt (franz. virtuel, fähig zu wirken, möglich, lat. virtus, Tugend, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit), insofern sie sich zum Medium (lat. medium, die Mitte, das Mittel) ihrer selbst macht. Strenger noch als die moderne Stadt ist sie darüber hinaus ein urbaner Raum, der als solcher auf der Erde kein Außen mehr kennt.« (Baecker)

