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Person und Dokument

Personen sind in Niklas Luhmanns systemtheoretischer Diktion keine psychischen oder sozialen Systeme, können aber als Medium ihrer strukturellen Kopplung dienen. Als potentielle Adressen und Zurechnungsstellen von Kommunikationen strukturieren sie die Autopoiesis soziale Systeme. Unter Bedingungen funktionaler Differenzierung stehen Personen folglich dem Zugriff aller Teilsysteme der Gesellschaft zur Verfügung. Wenn in diesem Artikel ein erster Vergleich von Klaus Kusanowskys Dokumentform mit der systemtheoretisch-traditionellen Form der Person umrissen wird, treten überraschende Parallelen zu Tage. Weiterlesen

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19

„Die Erziehung der nächsten Gesellschaft bleibt ratlos“


Während im Netz-Feuilleton noch der Jargon der hier kürzlicht diskutierten 15 Thesen Dirk Baeckers Gegenstand wortgewaltiger Kritik ist, die Form der Kritik ihrerseits Kritik erfährt und das wiederum eine ganze Kaskade kontroverser Kommentare und Beobachtungen nach sich zieht, legt Baecker eine weitere These nach – und erhöht damit auf insgesamt sechzehn. Interessanterweise bezieht sich die nachgereichte These auf Erziehung. Weiterlesen

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„Der Weise hängt an keiner Idee“

Ein Video-Fundstück. Gleichermaßen passend als Aperitif oder Anschluss zum vorangegangenen Artikel, der unter Inkaufnahme eines Umwegs über China die siebte der fünfzehn Thesen Dirk Baeckers zur Computergesellschaft näher beleuchtet. Im vorliegenden Interview mit Alexander Kluge referiert Baecker im Rahmen der dctp.tv-Themenschleife „Nachrichten vom Riesen China“ zentrale Begriffe der Arbeit des französischen Sinologen und Philosophen François Jullien.

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„Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Gedanken zur Kunst der nächsten Gesellschaft. Im Anschluss an die jüngst online publizierten Thesen Dirk Baeckers, eine daran anschließende Bemerkung von Arne zur Funktion von Musik in der Romantik sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die siebte der fünfzehn Thesen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Publikation eine nicht unerhebliche Überarbeitung erfahren hat. Zugleich: Die Spur eines Gedankenspiels (unter Inkaufnahme eines Umwegs über China). Und nicht zuletzt: die grobe Skizze einer notwendigen Übersetzung. Weiterlesen

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Baecker: „15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“

Perspektive
Dirk Baeckers kondensiertes Thesenpapier „Zukunftsfähigkeit: 15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“ bündelt in wenigen Sätzen die theoretisch relevanten Prognosen zur „nächsten Gesellschaft“ und ihrer wichtigsten Subsysteme – sowie möglicher Implikationen für Technik, Moral und Reflexions- oder Negationsformen. Weiterlesen

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(Lern–)Räume der nächsten Gesellschaft.
Ein Rückblick auf das Bremer EduCamp


Am letzten Wochenende, am 18. und 19. März, fand in Bremen das siebte EduCamp im deutschsprachigen Raum statt. Es handelte sich dabei um eine kenntnisreich und passioniert organisierte Unkonferenz, für deren Ermöglichung dem Team um Thomas Bernhardt Dank und Respekt gebührt. Nach und nach beginnen die Dokumentation und Aufarbeitung des Barcamps.
Ich möchte im folgenden Beitrag kurz auf einen Aspekt eingehen, der meines Erachtens entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat und an dem exemplarisch für die Zukunft – nicht nur der EduCamps! – gelernt werden kann: Raum. Ein Begriff, der gegenwärtig und quer durch alle Disziplinen eine unerwartete Renaissance erlebt und mit dessen Verwendung man sich große Hypotheken einhandelt. Im Folgenden sei daher unter Bezug auf „Raum“ nicht nur (aber auch) von archtitektonischer Umgebung die Rede, sondern von Umgebungen in einem erweiterten Sinne: Ich schlage vor, Raum als Medium zu begreifen, dass Form-Bildungen gestattet – eine Lesart, die digitale Räume explizit nicht ausschließt und die Unterscheidung von Analog/Digital von vornherein zu unterlaufen versucht. Weiterlesen

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Strategie


„Was die Alten einen klugen Kämpfer nannten, ist jemand, der nicht nur gewinnt, sondern sich dadurch auszeichnet, mühelos zu gewinnen.“ (Sun-Tzu)
Oder: Was man von griechischen Bergräubern und chinesischen Generälen über Strategie lernen kann. Einige bedenkenswerte Fundstücke und Überlegungen – nicht nur für Pädagogen. Weiterlesen

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Humor als elaborierte Form


Eigentlich hätte hier schon lange ein Artikel zum Verhältnis von Humor und (Post-) Ironie einerseits sowie ausdifferenzierter Dysfunktionalität andererseits erscheinen sollen. Erstere könnten nämlich, wenigstens näherungsweise, als eine spielerische Art des Umgangs mit letzterer begriffen werden.

Nun hat Stefan Schulz von den Bielefelder Sozialtheoristen mir diese Aufgabe glücklicherweise abgenommen – und eine äußerst lesenswerte Analyse zur subversiven Aneignung mehrerer Solidaritätsdemonstrationen und -kundgebungen für den zurückgetretenen Verteidigungsminister und frischen Nicht-Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg geliefert. Weiterlesen

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Mittelalterliche Textgepflogenheiten

scriptor, copierend

„Mittelalterliche Textgepflogenheiten, die das Buch selbst wie einen Autor sprechen lassen, haben den Buchdruck nicht überlebt. Es wäre also nicht ganz abwegig, sie wiederaufzugreifen, denn schließlich stammt, jedenfalls wo es ›wissenschaftlich‹ zugeht, nur sehr weniges, was in einem Buch zu lesen ist, von dem Autor selbst.“ (Luhmann) Weiterlesen