Kontrolle und Selbstkontrolle

Bei der Be­schäf­ti­gung mit Fra­gen der Kon­trolle und Selbst­kon­trolle in Bil­dungs­pro­zes­sen sto­ßen in­ter­es­sierte Le­se­rin­nen und Le­ser auf un­über­sicht­li­ches Ter­rain. Die Bei­träge des so­eben in der Reihe »Me­di­en­bil­dung & Ge­sell­schaft« er­schie­ne­nen Sam­mel­ban­des sol­len aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven und un­ter­schied­li­chen päd­ago­gi­schen Pra­xen Licht ins Dun­kel bringen.

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Die nächste Stadt. Eine Simulation

urbs, urbis
»Die nächste Stadt, wenn die An­zei­chen nicht täu­schen, ist eine vir­tu­elle Stadt (franz. vir­tuel, fä­hig zu wir­ken, mög­lich, lat. vir­tus, Tu­gend, Tüch­tig­keit, Kraft, Männ­lich­keit), in­so­fern sie sich zum Me­dium (lat. me­dium, die Mitte, das Mit­tel) ih­rer selbst macht. Stren­ger noch als die mo­derne Stadt ist sie dar­über hin­aus ein ur­ba­ner Raum, der als sol­cher auf der Erde kein Au­ßen mehr kennt.« (Baecker)

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Krisis und Alarmsignale als Hypertext

krisis

»Der an­tike Glaube an die Not­wen­dig­keit un­wi­der­ruf­li­cher Ent­schei­dun­gen wird ebenso wie die mo­derne Hoff­nung auf in sich un­ter­scheid­bare und pro­fi­lierte Epo­chen zwar noch ge­pflegt, aber doch eher aus ei­ner ge­wis­sen Weh­mut her­aus, die sich in die Zei­ten zu­rück­sehnt, als es zwi­schen den Kri­sen noch so et­was wie per­fekte Welt­zu­stände oder ru­hige Gleich­ge­wichte gab.«

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Operation Performat — eine Dokumentation

Cervantes
Die fol­gen­den Über­le­gun­gen sind Ant­wor­ten auf Ant­wor­ten auf Ant­wor­ten. Oder wahl­weise Fra­gen auf Fra­gen auf Fra­gen. Der ge­neigte Le­ser kann ↳vorne oder ↳hin­ten be­gin­nen den Fa­den auf­zu­neh­men. Oder in der ↳Mitte. Oder er kann es las­sen. Ent­schei­dend ist: Wenn er ihn auf­nimmt, be­ginnt er do­ku­men­tier­ten Spu­ren zu fol­gen. Die Form fin­det zu sich selbst: Zur Do­ku­ment­form von Hypertext.

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Zur Dokumentform von Hypertext. Eine fixe Idee

Scriptorium

»Texte er­mög­li­chen eine ver­ein­fachte Selbst­be­ob­ach­tung. Im nor­ma­len Ent­schei­dungs­gang be­ob­ach­tet sich das Sys­tem nicht als Sys­tem (-in-einer-Umwelt), son­dern als An­samm­lung auf­ein­an­der ver­wei­sen­der Rechts­texte. Die Ju­ris­ten nen­nen be­kannt­lich auch das ein »Sys­tem«. Neu­er­dings spricht man, et­was lo­cke­rer, von ›Intertextualität‹.«

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Der Leviathan schlägt weiter Wellen

Leviathan

»Al­lein un­sere bis­he­rige Vor­stel­lung von der Wis­sen­schaft hat eine Be­herr­schung ab­so­lut ge­macht, die sonst re­la­tiv ge­blie­ben wäre.« (Latour)

Der Le­via­than, be­zie­hungs­weise seine Me­ta­pher, schiebt sich lau­fend vor­weg: Wenn man Me­di­en­ar­chäo­lo­gie be­treibt, also das Re­fe­renz­sys­tem um­fas­send aus­flaggt, kann man die (mut­maß­lich) rich­tige oder fal­sche Ver­wen­dungs­weise von Ver­glei­chen plau­si­bi­li­sie­ren — das macht die Sa­che nicht un­durch­sich­tig, aber zeitaufwendig.

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Macht’s gut und danke für den Leviathan

Leviathan

Eine Ant­wort auf den F.A.Z.-Blogs-Gastbeitrag »Das In­ter­net, ein kon­stru­ier­ter Le­via­than?« von Pa­trick Brei­ten­bach vom 01.10. 2010.

Die Me­ta­pher des Le­via­thans ist be­reits an­dern­orts an­dis­ku­tiert wor­den und soll hier nicht mehr Thema sein. Auch die Re­duk­tio­nen auf wirt­schaft­lich bzw. macht­po­li­tisch in­ter­pre­tierte Kri­tik (»Ge­nau diese Leucht­türme se­hen sich aber in ih­rer Exis­tenz be­droht«) am neuen Leit­me­dium ist mir an die­ser Stelle egal — ob­wohl ich denke, dass sol­che Er­klä­rungs­ver­su­che zu kurz grei­fen. Nach der Lek­türe des Breitenbach-Beitrags stellt sich mir vor al­lem die Frage, ob die fast bei­läu­fige Be­haup­tung des Au­tors halt­bar ist, der­zu­folge wir die Ma­schi­nen lenk­ten – und nicht etwa die Ma­schi­nen uns.

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Verständlichkeit

Luhmann
»Wer über­haupt spricht oder schreibt, sollte sich ver­ständ­lich aus­drü­cken. Das ist eine auf den ers­ten Blick ein­leuch­tende For­de­rung. Denn wozu äußert er sich, wenn er nicht ver­stan­den wer­den will? So­zio­lo­gie ist nun aber nicht die Lehre vom ers­ten Blick, son­dern die Lehre vom zwei­ten Blick. Und auf den zwei­ten Blick kom­men Fra­gen und Be­den­ken hoch.«

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Grob gesehen

»Die Ge­sell­schaft be­steht ›grob ge­se­hen‹ ge­nau­so­we­nig aus ›In­di­vi­duen‹, ›Kul­tu­ren‹, ›Na­tio­nal­staa­ten‹, wie Afrika ›grob ge­se­hen‹ ein Kreis, Frank­reich ein Sechs­eck oder Corn­wall ein Drei­eck ist.« - Bruno La­tour, Eine neue So­zio­lo­gie für eine neue Ge­sell­schaft, Frankfurt/Main 2007, S. 46.

Angst in Organisationen: Affektlogik

Prof. Dirk Ba­ecker (Zep­pe­lin Uni­ver­sity) und Prof. Wer­ner Vogd (Uni­ver­si­tät Witten/Herdecke) spre­chen über As­pekte der Af­fekt­lo­gik (Luc Ciompi) in der Ge­sell­schaft. Teil 1: Vom Ver­hält­nis der So­zio­lo­gie zu Ciom­pis Af­fekt­lo­gik. #so­ziale­Sys­teme #Evo­lu­tion #Gefühle

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