Schlagwort: »Alteuropa«

Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Ge­dan­ken zur Kunst der nächs­ten Ge­sell­schaft. Im An­schluss an die jüngst on­line pu­bli­zier­ten The­sen Dirk Ba­eckers, eine daran an­schlie­ßende Be­mer­kung von Arne zur Funk­tion von Mu­sik in der Ro­man­tik so­wie un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Tat­sa­che, dass die siebte der fünf­zehn The­sen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Pu­bli­ka­tion eine nicht un­er­heb­li­che Übe­r­ar­bei­tung er­fah­ren hat. Zu­gleich: Die Spur ei­nes Ge­dan­ken­spiels (un­ter In­kauf­nahme ei­nes Um­wegs über China). Und nicht zu­letzt: die grobe Skizze ei­ner not­wen­di­gen Übersetzung.

Perpetuum Mobile


Eine Ma­schine be­fin­det sich be­stän­dig in Be­we­gung. Zeit­los, ir­ri­ta­ti­ons­re­sis­tent, in­dif­fe­rent, gleich­sam au­tis­tisch. Sie ope­riert ohne Rei­bungs­ver­luste, ohne Kraft­quelle und ge­ne­riert En­er­gie aus dem Nichts.

Show Media. [sic!]

slow

Am 02.01. 2010 er­scheint ein kol­la­bo­ra­ti­ves »Slow Me­dia Ma­ni­fest«, auf das die Welt nicht ge­war­tet hat. Gründe? Fehl­an­zeige. Eine Chronik.

Draw a dis­tinc­tion and create a uni­verse.
Mit zu­neh­men­dem Ab­stand zum ers­ten Le­sen des Ma­ni­fests scheint sich für mich die dis­kur­sive Blase um ein neues (bzw. in den deut­schen Sprach­raum neu im­por­tier­tes) Buz­zword lei­der als eben sol­che zu er­wei­sen: Vor al­lem Span­nung an der Ober­flä­che. Me­di­en­theo­re­ti­sche bzw. –di­dak­ti­sche Ge­mein­plätze wer­den in mo­di­scher Manifest-Form un­ter neuem La­bel ag­gre­giert, als “slow” be­zeich­net und dann wird mun­ter ent­lang ei­ner neuen Un­ter­schei­dung ope­riert (»Me­dium x ist ›slow‹ (d.h. ›gut‹), gdw. es Kri­te­rium y er­füllt oder in Weise z ge­hand­habt wird.«): An­statt sich ei­ner kri­ti­schen Dis­kus­sion der ei­ge­nen For­de­run­gen zu stel­len, ka­pri­zie­ren sich die drei Au­to­rIn­nen dar­auf, im ei­gens ein­ge­rich­te­ten Blog an zahl­rei­chen Bei­spie­len die De­fi­ni­tion vor­zu­füh­ren und zu deklinieren.

Heidegger: Thinking the Unthinkable“

Ne­ben den Do­ku­men­ta­tio­nen über ↳Nietz­sche und ↳Sartre der dritte Teil der BBC-Trilogie „Hu­man, all too hu­man“ von 1999. Pro­du­zent und Di­rek­tor Jeff Mor­gan legt den Schwer­punkt sei­nes Films nicht auf Hei­deg­gers Phi­lo­so­phie, son­dern auf seine kon­tro­vers dis­ku­tierte Bio­gra­phie. Er be­schreibt den in­tel­lek­tu­el­len Auf­stieg und Hei­deg­gers pas­sio­nier­tes En­ga­ge­ment für das Nazi-Regime, wäh­rend des­sen er Mit­glied der […]

Quaternio Terminorum

Wi­ki­pe­dia schreibt zum syl­lo­gis­ti­schen ↳Fehl­schluss: Im ka­te­go­ri­schen Syl­lo­gis­mus müs­sen ge­nau drei ver­schie­dene Be­griffe vor­kom­men, je­der zwei­mal: ▪ Im Ober­satz (= erste Prä­misse) Prä­di­kat und Mit­tel­be­griff ▪ Im Un­ter­satz (= zweite Prä­misse) Sub­jekt und Mit­tel­be­griff ▪ Im Schluss­satz (= Kon­klu­sion) Sub­jekt und Prä­di­kat. Wird diese Re­gel ver­letzt, ist ein Fehl­schluss die Folge. ↳Arne schreibt zur De­rea­li­sie­rungs­angst: Oder […]

Strange loops bei Griechen und Gödel.

Struk­tu­relle De­fi­zite wer­den für ge­wöhn­lich als pa­ra­doxe Sys­teme be­schrie­ben. Wer­fen wir ei­nen Blick auf die Ur-Paradoxie des Epi­men­ides, je­nen Kre­ter, der der Le­gende nach den Satz „Alle Kre­ter sind Lüg­ner“ aus­sprach. Die kür­zere Fas­sung lau­tet ana­log „Diese Aus­sage ist falsch.“ Of­fen­sicht­lich schei­tern diese Sätze aber an ei­ner zwei­stel­li­gen Lo­gik, die nur die Prä­di­kate „wahr“ oder „falsch“ er­laubt. Ist die Aus­sage wirk­lich falsch, ist die ‚Aus­sage‘ des Sat­zes wahr. Vice versa gilt für eine wahre Aus­sage, dass die ‚Aus­sage‘ falsch ist.