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3

»They shall not pass…«
Closed Access, Elsevier und die Jagd nach Reputation.

»At the risk of stating the obvious, we in the academic community create the ideas in our papers. We write the papers. We typeset the papers. We review the papers. We proofread the papers. We accept or reject the papers. We electronically archive and distribute the papers. If commercial publishers once played an essential role in this process, today their role is mostly to own the copyrights and to collect money from the universities.«
– Scott Aaronson

Der folgende Artikel wird so oder ähnlich im nächsten KVV »Medien & Bildung« erscheinen, das Titelthema heisst diesmal »Zugänge«. Weil das Thema Open Access nun schon seit einiger Zeit vehement diskutiert wird, möchte ich die Chance nutzen und den Artikel hier vor Druck zur Diskussion stellen. Er geht von folgenden Fragen aus…

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Baecker: „Ein Ausblick auf die [nächste] Gesellschaft“

Unter dem Titel „Observing Networks. Ein Ausblick auf die [nächste] Gesellschaft“ erweitert Dirk Baecker im Rahmen seiner Keynote auf der diesjährigen X-Mess die Basis seiner Analyse der Computergesellschaft. Das geschieht zunächst ganz im Geiste Marshall McLuhans, wenn Baecker den Computer und das Internet als Formen der Zähmung oder des bewältigenden Umgangs jener Turbulenzen beschreibt, mit denen die Gesellschaft in Folge der Einführung der Elektrizität vor 150 Jahren konfrontiert war (und nach wie vor ist).

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Contre mspro

Online publizierte Thesen zur nächsten Gesellschaft haben Konjunktur und Michael Seemann/@mspro nutzt die Gelegenheit, seine prioritären Themen Kontrollverlust, „Queryology“ und Postprivacy in Form eines thesenhaften Papers für Telepolis zu versammeln. Resultat ist ein (proto-)typisches Dokument der Krise. Eine Replik. Weiterlesen

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19

Person und Dokument

Personen sind in Niklas Luhmanns systemtheoretischer Diktion keine psychischen oder sozialen Systeme, können aber als Medium ihrer strukturellen Kopplung dienen. Als potentielle Adressen und Zurechnungsstellen von Kommunikationen strukturieren sie die Autopoiesis soziale Systeme. Unter Bedingungen funktionaler Differenzierung stehen Personen folglich dem Zugriff aller Teilsysteme der Gesellschaft zur Verfügung. Wenn in diesem Artikel ein erster Vergleich von Klaus Kusanowskys Dokumentform mit der systemtheoretisch-traditionellen Form der Person umrissen wird, treten überraschende Parallelen zu Tage. Weiterlesen

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19

„Die Erziehung der nächsten Gesellschaft bleibt ratlos“


Während im Netz-Feuilleton noch der Jargon der hier kürzlicht diskutierten 15 Thesen Dirk Baeckers Gegenstand wortgewaltiger Kritik ist, die Form der Kritik ihrerseits Kritik erfährt und das wiederum eine ganze Kaskade kontroverser Kommentare und Beobachtungen nach sich zieht, legt Baecker eine weitere These nach – und erhöht damit auf insgesamt sechzehn. Interessanterweise bezieht sich die nachgereichte These auf Erziehung. Weiterlesen

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14

„Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Gedanken zur Kunst der nächsten Gesellschaft. Im Anschluss an die jüngst online publizierten Thesen Dirk Baeckers, eine daran anschließende Bemerkung von Arne zur Funktion von Musik in der Romantik sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die siebte der fünfzehn Thesen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Publikation eine nicht unerhebliche Überarbeitung erfahren hat. Zugleich: Die Spur eines Gedankenspiels (unter Inkaufnahme eines Umwegs über China). Und nicht zuletzt: die grobe Skizze einer notwendigen Übersetzung. Weiterlesen

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Baecker: „15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“

Perspektive
Dirk Baeckers kondensiertes Thesenpapier „Zukunftsfähigkeit: 15 Thesen zur nächsten Gesellschaft“ bündelt in wenigen Sätzen die theoretisch relevanten Prognosen zur „nächsten Gesellschaft“ und ihrer wichtigsten Subsysteme – sowie möglicher Implikationen für Technik, Moral und Reflexions- oder Negationsformen. Weiterlesen

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(Lern–)Räume der nächsten Gesellschaft.
Ein Rückblick auf das Bremer EduCamp


Am letzten Wochenende, am 18. und 19. März, fand in Bremen das siebte EduCamp im deutschsprachigen Raum statt. Es handelte sich dabei um eine kenntnisreich und passioniert organisierte Unkonferenz, für deren Ermöglichung dem Team um Thomas Bernhardt Dank und Respekt gebührt. Nach und nach beginnen die Dokumentation und Aufarbeitung des Barcamps.
Ich möchte im folgenden Beitrag kurz auf einen Aspekt eingehen, der meines Erachtens entscheidend zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat und an dem exemplarisch für die Zukunft – nicht nur der EduCamps! – gelernt werden kann: Raum. Ein Begriff, der gegenwärtig und quer durch alle Disziplinen eine unerwartete Renaissance erlebt und mit dessen Verwendung man sich große Hypotheken einhandelt. Im Folgenden sei daher unter Bezug auf „Raum“ nicht nur (aber auch) von archtitektonischer Umgebung die Rede, sondern von Umgebungen in einem erweiterten Sinne: Ich schlage vor, Raum als Medium zu begreifen, dass Form-Bildungen gestattet – eine Lesart, die digitale Räume explizit nicht ausschließt und die Unterscheidung von Analog/Digital von vornherein zu unterlaufen versucht. Weiterlesen

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Dysfunktionalität als Funktion

labor, teuffel
Kann ein gemäß eigener Reflexionssemantik und Selbstbeschreibung nicht länger funktional operierendes (Sub-) System eben dieses latente Nichtfunktionieren zum Anlass eigenen Operierens machen? Ohne Zweifel. Aber was bedeutet das für die Reflexionssemantik? Und für die Theorieform funktionaler DIfferenzierung, die sich ihrer implizit bedient? Ein archivierter Kommentar zu Enno Aljets’ Wissenschaft 2.0 bei den Sozialtheoristen.
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„live/nicht-live?“

codex manesse, live
Eine Notiz zu Arnes sehr lesenswerten (und im besten Sinne des Wortes) irritierenden Bericht zur Transmediale. Dort kommentiert, hier archiviert.
Warum die Unterscheidung »live/nicht-live« keine angemessene ist. Oder anders gesagt: warum es nicht verwunderlich ist, dass durch ihre Anwendung Unsinn generiert wird (und das scheint mir die tiefere Lehre der ambitionierteren Vorträge im Rahmen des Transmediale-Programms gewesen zu sein). Man kann »live« nämlich von »Stuhl«, »Zen« oder »grün« unterscheiden, denn die sind allesamt »nicht-live« (und somit nicht »live«). Weiterlesen