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Zukunftsfähige Zukünfte

Im Anschluss an vorläufige Fazite und offene Fragen des Kölner „What’s next“-Symposiums und an die Diskussion meiner Replik auf Michael Seemanns Telepolis-Artikel soll im Folgenden die von Niklas Luhmann eingeführte Unterscheidung von gegenwärtiger Zukunft und zukünftiger Gegenwart aufgegriffen werden. Eine Unterscheidung, die für adäquate Analysen von Krisen und Zukünften unverzichtbar ist und in meinem Kölner Vortrag am Rande, im anschließenden Workshop aber an zentraler Stelle auftauchte – aber leider nicht vertieft werden konnte. Konkreter Anlass, diese Spur hier noch einmal aufzunehmen, ist die Lektüre der soeben erschienenen neu(nt)en Ausgabe der Revue für postheroisches Management. Sie trägt passenderweise den Titel „Zukunftsfähigkeit“. Ein Postscriptum. Weiterlesen

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#Esposito

Ich bin soeben bei der Lektüre des äußerst empfehlenswerten Sammelbandes „Was ist ein Medium?“[1. MÜNKER, Stefan, ROESLER, Alexander (Hg.): Was ist ein Medium, Frankfurt/Main 2008.] auf den Aufsatz von Elena Esposito gestoßen.[2. ESPOSITO, Elena: Die normale Unwahrscheinlichkeit der Medien: der Fall des Geldes, S. 112 – 130.] gestoßen. Sie beginnt mit der Feststellung, dass wir gegenwärtig über eine Vielzahl von Medientheorien verfügen, ohne eine echte Theorie des Mediums zu haben.[3. Vgl. ebd, S. 112.] Im Anschluß votiert Esposito für einen abstrakten Medienbegriff, der von Dringlichkeiten und scheinbaren Selbstverständlichkeiten Abstand nehmen kann – jenseits von unterkomplexen Vorstellungen des Mediums als Kanal.[4. Ebenda.] Wir werden auf diesen Aufsatz zurückkommen – zunächst ein Hinweis auf einen Vortrag Espositos vom 21.05.2008 im Rahmen des Bochumer Kolloquiums Medienwissenschaft.

Post Scriptum: Auch Friedrich Kittler gehörte zu den Referenten der Tagung. Sein Beitrag „Ontologie der Medien“ findet sich hier.