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Strategie


„Was die Alten einen klugen Kämpfer nannten, ist jemand, der nicht nur gewinnt, sondern sich dadurch auszeichnet, mühelos zu gewinnen.“ (Sun-Tzu)
Oder: Was man von griechischen Bergräubern und chinesischen Generälen über Strategie lernen kann. Einige bedenkenswerte Fundstücke und Überlegungen – nicht nur für Pädagogen. Weiterlesen

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Humor als elaborierte Form


Eigentlich hätte hier schon lange ein Artikel zum Verhältnis von Humor und (Post-) Ironie einerseits sowie ausdifferenzierter Dysfunktionalität andererseits erscheinen sollen. Erstere könnten nämlich, wenigstens näherungsweise, als eine spielerische Art des Umgangs mit letzterer begriffen werden.

Nun hat Stefan Schulz von den Bielefelder Sozialtheoristen mir diese Aufgabe glücklicherweise abgenommen – und eine äußerst lesenswerte Analyse zur subversiven Aneignung mehrerer Solidaritätsdemonstrationen und -kundgebungen für den zurückgetretenen Verteidigungsminister und frischen Nicht-Doktor Karl-Theodor zu Guttenberg geliefert. Weiterlesen

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Netznotiz #2

Twitterthese *2: „Die Form einer Nachricht ist immer auch die Nachricht einer Form.“ (vgl. hier)

Okay: Ich habe meinen Frieden mit Twitter gemacht. Der Test läuft folglich auch nach Abschluss der ersten Phase weiter: Keine absolute Resignation nach gut einer Woche. Langzeitstudie fokussiert. Bin gespannt, welche Bedeutung Microblogging in der näheren Zukunft erlangen wird – scheint mir sehr Mashup-tauglich und rückt damit hinsichtlich seiner Relevanz vielleicht in die Nähe der „Horizon-Report„-Szenarien? Wir werden sehen und wollen das ganze Konzept auch nicht vorschnell überbewerten – witzig ist in diesem Zusammenhang übrigens die Geschichte vom gefaketen Suhrkamp-Zwitscherer. Smells like Kommunikationsguerilla… Ein letzter Zusatz: Nutzung rudimentärer Sätze steigt exponential (vgl. meine Twitterthese *1). Tut mir vielleicht mal ganz gut. Außerdem geschieht auch noch sowas: #Twitter #Microblogging #Medium #Fundsachen #Netzleben

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Kommunikation und Guerilla

Gerade bin ich im Programmheft des Deutschlandfunks über folgende Ankündigung gestolpert:

Mensch, willst du ewig kaufen?

Kommunikationsguerilla gegen Konsumkultur
Von Michael Reitz

Werbetafeln, beklebt mit: „Reklame verboten“. „Wir freuen uns auf Ihre nächsten Entlassungen und unsere Gehaltserhöhungen“, besagt die PR-Kampagne einer Bank. Amtliche Briefe fordern Notopfer für den Afghanistankrieg. Zeichen dafür, dass die Kommunikationsguerilla mal wieder zugeschlagen hat.

Ihr Ziel: die „subversive Kommunikation“ über Konkurrenz, Leistungsdenken und Zeitgeist. Außerdem: den Konsum lächerlich zu machen, denn er bestimme nach ihrer Auffassung unser Leben.
Ihre Mittel: die spaßhafte Unterwanderung, Protest durch Chaos, „Fakes“ von Werbebotschaften und politischen Verlautbarungen.
Die Guerilleros arbeiten im Verborgenen, überall in Europa. Der Autor hat sie bei Planung und Ausführung ihrer Aktionen beobachtet, beim Versuch, die Wahrheit über diejenigen zu sagen, deren Geschäft das Lügen ist.

Das Feature am 07.11. um 20:10 Uhr. Ich vermute, es lohnt sich.