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Zukunftsfähige Zukünfte

Im Anschluss an vorläufige Fazite und offene Fragen des Kölner „What’s next“-Symposiums und an die Diskussion meiner Replik auf Michael Seemanns Telepolis-Artikel soll im Folgenden die von Niklas Luhmann eingeführte Unterscheidung von gegenwärtiger Zukunft und zukünftiger Gegenwart aufgegriffen werden. Eine Unterscheidung, die für adäquate Analysen von Krisen und Zukünften unverzichtbar ist und in meinem Kölner Vortrag am Rande, im anschließenden Workshop aber an zentraler Stelle auftauchte – aber leider nicht vertieft werden konnte. Konkreter Anlass, diese Spur hier noch einmal aufzunehmen, ist die Lektüre der soeben erschienenen neu(nt)en Ausgabe der Revue für postheroisches Management. Sie trägt passenderweise den Titel „Zukunftsfähigkeit“. Ein Postscriptum. Weiterlesen

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Person und Dokument

Personen sind in Niklas Luhmanns systemtheoretischer Diktion keine psychischen oder sozialen Systeme, können aber als Medium ihrer strukturellen Kopplung dienen. Als potentielle Adressen und Zurechnungsstellen von Kommunikationen strukturieren sie die Autopoiesis soziale Systeme. Unter Bedingungen funktionaler Differenzierung stehen Personen folglich dem Zugriff aller Teilsysteme der Gesellschaft zur Verfügung. Wenn in diesem Artikel ein erster Vergleich von Klaus Kusanowskys Dokumentform mit der systemtheoretisch-traditionellen Form der Person umrissen wird, treten überraschende Parallelen zu Tage. Weiterlesen

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„Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Gedanken zur Kunst der nächsten Gesellschaft. Im Anschluss an die jüngst online publizierten Thesen Dirk Baeckers, eine daran anschließende Bemerkung von Arne zur Funktion von Musik in der Romantik sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die siebte der fünfzehn Thesen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Publikation eine nicht unerhebliche Überarbeitung erfahren hat. Zugleich: Die Spur eines Gedankenspiels (unter Inkaufnahme eines Umwegs über China). Und nicht zuletzt: die grobe Skizze einer notwendigen Übersetzung. Weiterlesen

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Mittelalterliche Textgepflogenheiten

scriptor, copierend

„Mittelalterliche Textgepflogenheiten, die das Buch selbst wie einen Autor sprechen lassen, haben den Buchdruck nicht überlebt. Es wäre also nicht ganz abwegig, sie wiederaufzugreifen, denn schließlich stammt, jedenfalls wo es ›wissenschaftlich‹ zugeht, nur sehr weniges, was in einem Buch zu lesen ist, von dem Autor selbst.“ (Luhmann) Weiterlesen

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Operation Performat – eine Dokumentation

Cervantes
Die folgenden Überlegungen sind Antworten auf Antworten auf Antworten. Oder wahlweise Fragen auf Fragen auf Fragen. Der geneigte Leser kann ↳vorne oder ↳hinten beginnen den Faden aufzunehmen. Oder in der ↳Mitte. Oder er kann es lassen. Entscheidend ist: Wenn er ihn aufnimmt, beginnt er dokumentierten Spuren zu folgen. Die Form findet zu sich selbst: Zur Dokumentform von Hypertext. Weiterlesen

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Verständlichkeit

Luhmann
»Wer überhaupt spricht oder schreibt, sollte sich verständlich ausdrücken. Das ist eine auf den ersten Blick einleuchtende Forderung. Denn wozu äußert er sich, wenn er nicht verstanden werden will? Soziologie ist nun aber nicht die Lehre vom ersten Blick, sondern die Lehre vom zweiten Blick. Und auf den zweiten Blick kommen Fragen und Bedenken hoch.« Weiterlesen

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Rezension: Einführung in die eigenen Gedanken

Endlich ist Carl Auers »Einführung in die eigenen Gedanken« geschrieben worden! Der Leser hält damit die vielleicht radikalste Einführung in systemtheoretisches und konstruktivistisches Denken in den Händen, die bisher ihren Weg in die Veröffentlichung fand. Doch beginnen wir vorne. Sehr weit vorne sogar: am Anfang nämlich, im zeichenleeren Raum. Weiterlesen

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Die Krisen der Computergesellschaft


Dirk Baecker fasst zentrale Thesen seiner „Studien zur nächsten Gesellschaft“ in einem gut 60-minütgen Interview mit dem Publizisten und Moderator Roger de Weck für die Sendung „Sternstunden der Philosophie“ des Schweizerischen Fernsehens zusammen. Weiterlesen

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Eigenwerte

»Während die klassische Logik vom Satz der Identität ausging, weil er im Axiomengerüst dieser Logik unentbehrlich zu sein schien, kann man heute fragen: wie wird Identität produziert (oder mit Heinz von Foerster: errechnet)? Offenbar kommt es zu Identifikationen nur unter zwei Voraussetzungen. Die eine besteht im Weglassen von Unterschieden, etwa solchen der räumlichen oder zeitlichen Lokalisierung. Ohne Abstraktion (und zwar nicht: Abstraktion von anderen Objekten, sondern Abstraktion von Unterschieden!) gibt es keine Identität. Die zweite Voraussetzung liegt im Gelingen einer rekursiven Produktion von ›Eigenwerten‹.« (Luhmann) Weiterlesen