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»What’s next?« | Videos online

Im Blog zum letztjährigen Symposium »What’s next?« in Köln sind nun die Mitschnitte der Vorträge verfügbar. Als da wären: Aram Bartholl (Berlin): »What‘s next? – Getting real: Post-Internet«, Matthias Böttger (Raumtaktik / DAZ Berlin): »What‘s next? – Talking Futures: Räume von morgen«, Holm Friebe (Zentrale Intelligenz Agentur, Berlin): »What’s next? – Szenarios für die Kultur- und Kreativwirtschaft«, Johannes M. Hedinger (Com&Com / ZHdK Zürich): »What’s next? – Postirony and Global Art« […] Weiterlesen

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„Eine neue Kunst für eine neue Gesellschaft?“


Eine (Ver-)Sammlung von Gedanken zur Kunst der nächsten Gesellschaft. Im Anschluss an die jüngst online publizierten Thesen Dirk Baeckers, eine daran anschließende Bemerkung von Arne zur Funktion von Musik in der Romantik sowie unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die siebte der fünfzehn Thesen, eben jene zur Kunst, kurz nach der Publikation eine nicht unerhebliche Überarbeitung erfahren hat. Zugleich: Die Spur eines Gedankenspiels (unter Inkaufnahme eines Umwegs über China). Und nicht zuletzt: die grobe Skizze einer notwendigen Übersetzung. Weiterlesen

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Meine Antwort auf meine Frage.

Nach der heutigen ↳Ringvorlesung glaube ich, meine ↳Frage an die Postironiker selbst beantworten zu können. Was mit “Postironie” gemeint zu sein scheint, ist (tatsächlich) ein Wunsch nach Entparadoxisierung. Fälschlicherweise nahm ich dafür aber einen Regress an, eine rückwärts gerichtete Schrittfolge; ein geradezu “romantischer” Entwurf. Dies scheint mir nach heute Abend aber nicht zutreffend.

Eher handelt es sich beim Konzept um persönlich (durch Beobachtungen der Umwelt) motivierte Komplexitätsreduktion. Mit hübschem Artwork, ohne explizites Theoriefundament, dafür ergebnisoffen, potentiell partizipativ, irritierbar und als “work in progress”. Mit dem Mut, das Konzept (wenn es sich nicht als viables Medium für die Formulierung des erhofften Sinns erweisen sollte) aufzugeben. Es wurde ein Symposium für das nächste Frühjahr angekündigt; ein Grund, weiterhin interessierter Zaungast zu bleiben.

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Postironie. Ein kurzer Gedanke auf dem Weg

Auf dem Weg zur Bibliothek ist mir im Hamburger Hauptbahnhof ein Plaktat für die Ausstellung ↳”1968. Die Große Unschuld” in der Kunsthalle Bielefeld aufgefallen. Ohne Pressetexte oder nähere Informationen drängte sich mir die Frage auf: “1968 und Unschuld – Ironie?” Nun lässt sich der Interpretationsvorgang als das Treffen einer Unterscheidung beschreiben: Er bezeichnet das Kreuzen der Grenze einer Form. Gleichzeitig bleibt aber der ursprüngliche Verweishorizont präsent, es handelt sich nicht um eine bloße ↳Negation: Die Ironie als Einheit der Differenz von Gesagtem und möglicherweise Gemeintem? Als Antwort, nicht auf die Frage was? sondern wie? beobachtet wird? (So ähnlich schon einmal angedacht in einem ↳Kommentar im Postirony-Blog). Die Unterscheidung im Medium der Ironie ist somit paradox oszillierend: Beide Seiten sind möglich und wahrscheinlich; der Beobachter bezeichnet von Fall zu Fall Innen und Aussen. Ist Postironie also Ent-Paradoxisierung? Ist das der Sinn von ↳“Postironie [als] Authentizität, Direktheit und Nähe”?

(Bild: Ausschnitt aus Andy Warhol, Big Electric Chair, 1967–68, The Menil, Collection, Houston, ©2009 Andy Warhol, Foundation for the Visual Arts/Artists, Rights Society (ARS), New York)