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Dysfunktionalität als Funktion

labor, teuffel
Kann ein gemäß eigener Reflexionssemantik und Selbstbeschreibung nicht länger funktional operierendes (Sub-) System eben dieses latente Nichtfunktionieren zum Anlass eigenen Operierens machen? Ohne Zweifel. Aber was bedeutet das für die Reflexionssemantik? Und für die Theorieform funktionaler DIfferenzierung, die sich ihrer implizit bedient? Ein archivierter Kommentar zu Enno Aljets’ Wissenschaft 2.0 bei den Sozialtheoristen.
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Lovink/Riemens: »Zwölf Thesen zu Wikileaks«

Bei den »Zwölf Thesen zu Wikileaks« von Geert Lovink und Patrice Riemens (soeben erschienen in: Heinrich Geisenberger (Hrsg.): Wikileaks und die Folgen. Netz – Medien – Politik, Frankfurt am Main 2011) handelt es sich um ein lesenswertes und hinreichend lose gekoppeltes Ideenmosaik, das zum Weiterdenken einlädt. Diese als Blogartikel getarnte Lektürenotiz versammelt mögliche Varianten – denn die von Lovink/Riemens aufgestellten Thesen scheinen auf den ersten (und auch zweiten) Blick für weitere Theoriearbeit anschlussfähig. Eine englische Urfassung (August 2010) des kurzen Essays mit zehn Thesen findet sich hier. Weiterlesen →

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Die nächste Stadt. Eine Simulation

urbs, urbis
»Die nächste Stadt, wenn die Anzeichen nicht täuschen, ist eine virtuelle Stadt (franz. virtuel, fähig zu wirken, möglich, lat. virtus, Tugend, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit), insofern sie sich zum Medium (lat. medium, die Mitte, das Mittel) ihrer selbst macht. Strenger noch als die moderne Stadt ist sie darüber hinaus ein urbaner Raum, der als solcher auf der Erde kein Außen mehr kennt.« (Baecker) Weiterlesen

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Krisis und Alarmsignale als Hypertext

krisis

»Der antike Glaube an die Notwendigkeit unwiderruflicher Entscheidungen wird ebenso wie die moderne Hoffnung auf in sich unterscheidbare und profilierte Epochen zwar noch gepflegt, aber doch eher aus einer gewissen Wehmut heraus, die sich in die Zeiten zurücksehnt, als es zwischen den Krisen noch so etwas wie perfekte Weltzustände oder ruhige Gleichgewichte gab.« Weiterlesen

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Operation Performat – eine Dokumentation

Cervantes
Die folgenden Überlegungen sind Antworten auf Antworten auf Antworten. Oder wahlweise Fragen auf Fragen auf Fragen. Der geneigte Leser kann ↳vorne oder ↳hinten beginnen den Faden aufzunehmen. Oder in der ↳Mitte. Oder er kann es lassen. Entscheidend ist: Wenn er ihn aufnimmt, beginnt er dokumentierten Spuren zu folgen. Die Form findet zu sich selbst: Zur Dokumentform von Hypertext. Weiterlesen

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Die Krisen der Computergesellschaft


Dirk Baecker fasst zentrale Thesen seiner „Studien zur nächsten Gesellschaft“ in einem gut 60-minütgen Interview mit dem Publizisten und Moderator Roger de Weck für die Sendung „Sternstunden der Philosophie“ des Schweizerischen Fernsehens zusammen. Weiterlesen

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Sinn und Grenzüberschreitung. Zwei Lexikonartikel


Beim Schweizer Niggli-Verlag ist das «Lexikon zur zeitgenössischen Kunst. La réalité dépasse la fiction» erschienen, das vom Künstlerduo Com&Com (Marcus Gossolt und Johannes M. Hedinger) herausgegeben wird und ihm zugleich als Werkverzeichnis und künstlerische Retrospektive dient. Teil der Publikation: Ein umfangreicher Lexikonteil. Weiterlesen

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Eigenwerte

»Während die klassische Logik vom Satz der Identität ausging, weil er im Axiomengerüst dieser Logik unentbehrlich zu sein schien, kann man heute fragen: wie wird Identität produziert (oder mit Heinz von Foerster: errechnet)? Offenbar kommt es zu Identifikationen nur unter zwei Voraussetzungen. Die eine besteht im Weglassen von Unterschieden, etwa solchen der räumlichen oder zeitlichen Lokalisierung. Ohne Abstraktion (und zwar nicht: Abstraktion von anderen Objekten, sondern Abstraktion von Unterschieden!) gibt es keine Identität. Die zweite Voraussetzung liegt im Gelingen einer rekursiven Produktion von ›Eigenwerten‹.« (Luhmann) Weiterlesen

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»Computer und Katastrophe« – Dirk Baecker im Gespräch mit Karin Fischer.

Der Deutschlandfunk sendete am 06.12. 2009 in der Reihe „Kulturfragen“ ein Interview mit Dirk Baecker, Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie & -analyse an der Friedrichshafener Zeppelin-Universität. Diesem gelingt es in dem knapp 25-minütigen Gespräch, die Dynamik des Zusammenhangs von gesellschaftlicher Ausdifferenzierung und den „Katastrophen“ beim Auftritt neuer Hauptverbreitungsmedien zu skizzieren (Überschusssinn); insofern kann die Sendung auch als kompakte Vorstellung und Einführung in das Thema Baeckers 2007er Veröffentlichung „Studien zur nächsten Gesellschaft“ behandelt werden. Weiterlesen