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study.log für WordPress steht vor der Tür


Endlich ist es soweit! Seit heute kann das study.log-Theme für Wordpress-Blogs in Augenschein genommen werden und das offizielle Release samt öffentlichen Download steht unmittelbar bevor. Gestern Abend ist hierfür die Testinstallation auf dem *mms-Server mit der neuen Version, die wir „beta 0.8“ getauft haben, ausgestattet worden. Weiterlesen

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Luhmann-Pop

anonyme-systemtheoretiker:

“Luhmann ist Pop”, schrieb unlängst die #Taz und machte die These an über 70.000 Klicks des #Zettelkasten-Videos auf YouTube fest. Als anonyme Systemtheoretiker meinen wir: Wenn schon Pop, dann richtig. Und haben ein paar angestaubte Ideen auf der Festplatte ausgegraben und für eine virtuelle Shirt-Kollektion aufbereitet. Bevor sich vermeintliche Puristen entrüsten: Neben seinem oft zitierten Bonmot vom Gag, der bekanntlich die Mittel heilige (Soziale Systeme, S. 459), ist folgender Ausspruch des Herrn Luhmann überliefert: “[Ich habe] das Bedürfnis, in jedes Buch mindestens einen Unsinn hineinzubringen. […] Ich will damit sagen, nehmt mich bitte nicht zu ernst oder versteht mich bitte nicht zu schnell.” (Interview in Horster: Niklas Luhmann, München 2005, S. 46). In diesem Sinne.

Mehr Lesenswertes zu Luhmanns Humor übrigens in einem Essay von Hans-Martin Kruckis (in Bardmann/Baecker: “Gibt es eigentlich den Berliner Zoo noch?” Erinnerungen an Niklas Luhmann), mehr zu den Shirts (ja, sie bleiben virtuell) bei Zeiten hier…

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Kommunikation mit ePortfolios – study.log für WordPress


Ich durfte gestern Abend unter dem Titel ↳“study.log goes WordPress” im study[b].log die frohe Kunde verbreiten, dass unser Knowledge Construction Tool und digitaler Zettelkasten einen webbasierten Ableger auf Basis der WordPress-Software erhalten hat. Eine Testversion läuft auf dem *mms-Server und kann ↳ausgiebig getestet werden – und natürlich ist Feedback in jedweder Form sehr willkommen.

Kommunikation mit ePortfolios

Einen besonderen und persönlich motivierten Aspekt möchte ich an dieser Stelle noch einmal herausstreichen: Ich habe mich in den letzten zwei Semestern intensiv mit dem Buzz-Thema “ePortfolio” beschäftigt:

* als Tutor in den Seminaren von ↳Torsten Meyer, in denen die Integration im Rahmen des Bachelormoduls EW1 als Pilotprojekt getestet wird (wir konnten unsere praktischen Erfahrungen unter anderem am ↳Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg präsentieren – nebenbei bemerkt ein Indiz für Aktualität des Themas und einem gesteigerten Interesse daran);

* als Teilnehmer des ePortfolio-Gesprächskreises im Rahmen des ↳ePUSH-Projektes;

* in den Vorüberlegungen zu meiner Examensarbeit, die in meinem ↳Blog nachzulesen sind und eine (system-) theoretische Perspektive auf den Nutzen von ePortfolios für das Erziehungssystem einnehmen;

* zuletzt auch ganz praktisch, indem ich ein Seminar von ↳Christina Schwalbe mit einem ↳ eigenen ePortfolio begleitet habe (gerade diesen Wechsel der Perspektive halte ich für sehr entscheidend und lehrreich).

Die große Frage

In allen Kontexten tauchte eine Frage immer wieder prominent auf: Welches Tool eignet sich besonders für eine solche Arbeits- und Denkweise? Welche Software würdet ihr empfehlen?

Und gerade hier kann die WordPress-Variante von study.log künftig für Aussehen sorgen, weil sie den internen Komplexitätsaufbau der alten Macromedia-Version mit den “social software”-Aspekten (beispielsweise der Möglichkeit des peer reviews via Kommentarfunktion) der Blogsoftware zu kombinieren weiss. Sobald das Theme sowohl für fremd- als auch selbstgehostete WordPress-Versionen für jedermann zur Verfügung stehen wird, habe ich auf die omnipräsente Frage eine neue Antwort.

Post scriptum: Spannende Hinweise von @herrmeyer auf die neue AIR-basierte Standalone-Variante finden sich seit gestern in der Diskussion zum ↳PLE-Artikel in Jonas’ Tumblog.

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#Zettelkästen

zettelkastenSoeben ist die dritte Version von Daniels digitaler Zettelkastensimulation nach dem Vorbild Niklas Luhmanns erschienen. Luhmann selbst erklärte seine ungeheure Produktivität „im wesentlichen aus dem Zettelkasten-System“[1. LUHMANN, Niklas: Biographie, Attitüden, Zettelkasten, in: ders.: Archimedes und wir, Berlin  1987, S. 143.], das hinreichend komplex werden kann, um eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten bereit zu stellen; nicht umsonst sprach Luhmann an anderer Stelle von „Kommunikation mit Zettelkästen“[2. LUHMANN, Niklas: Kommunikation mit Zettelkästen. Ein Erfahrungsbericht, in: ders.: Universität als Milieu, Bielefeld 1992, S. 58.]. Seit Anfang der 1950er Jahre begann Luhmann mit dieser flexiblen Ordnung für Notizen, Exzerpte, Gedanken und Literaturverweise zu operieren, jenseits einer linearen Starrheit – sondern mit der Möglichkeit zur produktiven Überraschung: „Für Kommunikation ist eine der elementaren Voraussetzungen, daß die Partner sich wechselseitig überraschen können”, schreibt der Soziologe im selben Aufsatz.[3. Ebenda, S. 58.]. Gerade für die Verwandlung von Information zu Wissen sind solche Tools von besonderer Bedeutung und auch im Rahmen dieses Portfolios von dringendem Interesse.

Grund genug, den Zettelkasten in seiner neuen Version zu testen (freier für Download MacOS, Windows und Linux hier), die insbesondere über die neue BibTex-Schnittstelle auch mit Tools wie Zotero kombinierbar sein wird. Zudem soll natürlich auf ein konzeptionell ähnliches, in seiner grafischen Umsetzung jedoch komplett anderes Programm hingewiesen, das am MultiMedia-Studio unseres Fachbereiches entwickelt worden ist: study.log. Auch hier steht eine großartige Neuerung unmittelbar ins Haus und im daran angeschlossenen study.[b]log werden auch für das Seminar spannende Fragestellungen erörtert, beispielsweise hier.


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study.log

studylog

Leider mangelt es mir gerade an Zeit, seltsame-schleifen.com in der gewohnten Regelmäßigkeit zu aktualisieren. Das traditionell arbeitsreiche Semesterende fordert seinen Tribut; und weil der nächste thematisch anschließende Beitrag der Beobachtungen von zentraler Bedeutung ist, soll er auch nicht übereilt veröffentlicht werden. Ich bitte meine Leser/innen um etwas Geduld, ab Februar wird der Veröffentlichungsmodus hier hoffentlich zum gewohnten Rhythmus zurück finden.

Nebenbei: Ein ganz praktischer Grund für die ungewohnt geringe Veröffentlichungsdichte hängt übrigens thematisch und praktisch ganz eng mit den Ideen dieses Blogs zusammen: Ich betreue nun und blogge über die nächste Entwicklungsphase einer Software namens „study.log“, einem kumultativen Knowledge Construction Tool, das am Arbeitsbereich Medien & Bildung/MultiMedia-Studio des Fachbereiches Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg von Prof. Dr. Torsten Meyer und seinen Mitarbeitern konzipiert und entwickelt wurde.

„Wissen ist ein prozessgebundener Systemzustand. Eine direkte Übertragung von Wissen aus dem einen Kopf in den anderen ist völlig unmöglich.“ (Torsten Meyer für das study.log-Team)

Das Programm bewegt sich irgendwo zwischen digitalem Zettelkasten, interaktivem (Lern-)Logbuch und ästhetisch visualisiertem Mind-Map-Tool und ist auf der Seite studylog.de kostenlos downloadbar. Die Nutzer können im Rahmen der kollaborativ konzipierten „nächsten Phase“ an der Weiterentwicklung des Tools partizipieren und studylog.de bildet in diesem Rahmen eine erste Kommunikationsofferte. Jeder (und insbesondere natürlich die Leser meines Blogs) sind herzlich dazu eingeladen, das Programm ausgiebig zu testen und an der Entwicklung von study.log Teil zu haben!

„Es sich um die einzigartige Möglichkeit, die zukünftige Entwicklung eines Wissenorganisationstools maßgeblich und ganz im Sinne eines „grassroots“-Konzepts mit zu beeinflussen: Das Programm ist „under construction – always beta“; alles andere wäre Zeugnis einer falschen Auffassung der Dynamik neuer Kommunikationstechnologien.“ (aus dem Initialbeitrag)