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Privatisierung

„In den sehr kleinen Verhältnissen der frühen Gesellschaften ist die Grenze zwischen vertraut und unvertraut für alle Teilnehmer nahezu dieselbe; und erst Schrift und dann Buchdruck werden diese Art der Vergemeinschaftung sprengen, indem sie Sinnmaterial erzeugen, das der eine kennt, nämlich gelesen hat, und der andere nicht – mit der Folge, daß die Differenz von vertraut und unvertraut privatisiert wird.“
(Luhmann, Gesellschaftsstruktur und Semantik, Bd. 3, Frankfurt/Main 1993, S. 272.)

(Foto: Archives of American Art Journal v. 9, no. 3, p. 15 Cox, Kenyon, 1856-1919. Smithsonian Institution, Lizenz)

 

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